Lebensdaten
1806 – 1881
Geburtsort
Barth
Sterbeort
Barth
Beruf/Funktion
Mechaniker ; Optiker
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 117585998 | OGND | VIAF: 54929537
Namensvarianten
  • Nobert, Adolph Friedrich
  • Nobert, Friedrich Adolph
  • Nobert, Adolph Friedrich
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Nobert, Friedrich Adolph, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117585998.html [20.04.2024].

CC0

  • Biographie

    Nobert: Friedrich Adolph N., geboren am 17. Januar 1806 in Barth, Vorpommern, daselbst am 21. Februar 1881. N. war zuerst Uhrmacher, wirkte dann längere Zeit (1835—1850) als Universitätsmechaniker in Greifswald, ging später nach seinem Geburtsorte zurück und leitete dort eine eigne mechanische und optische Werkstätte. Anfangs hatte sich N. mit der Herstellung astronomischer Pendeluhren beschäftigt. Durch die Anfertigung von Theilungen astronomischer Instrumente wurde er zur Vervollkommnung von Kreistheilmaschinen geführt und hierdurch wieder zur Herstellung fein getheilter Glasgitter, welche ihm einen weitverbreiteten, wolverdienten Ruf verschafft haben. Vor ihm waren die von dem Engländer Barton auf Stahlplatten hergestellten Parallellinien, 10 000 auf den englischen Zoll, die Grenze der Leistung gewesen. N. stellte Theilungen auf Glas her, bis zu 8000 Parallellinien gleichen Abstandes auf 1 Pariser Linie. Die von ihm ausgeführten feinsten Theilungen konnten zuerst von den damals vorhandenen Mikrofkopen nicht als getrennte Linien erkannt werden und hat dies einen wesentlichen Anstoß zur Verbesserung der Mikroskope gegeben. Die Wirksamkeit derselben wurde darnach bestimmt, bis zu welchem Liniensysteme der „Noberi’schen Probeplatte“ sie eine Auflösung der Linien herbeiführen konnten. N. hat selbst eine Anzahl von Mikroskopen gebaut, welche sich in der gedachten Beziehung von hoher Leistungsfähigkeit erwiesen. N. gab dann eine Reihe wichtiger Anwendungen der feinen Theilungen an, so z. A. zur Herstellung reiner Interferenzfarben und Messung der Wellenbreite, zur Ausführung leuchtender Ocularmikrometer, welche zur Bestimmung|der Farben der Sterne zu benutzen sind. Nobert's Untersuchungen und Methoden sind in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht, namentlich in den Astron. Nachr.; Verh. des Ver. z. Beförderung des Geweibefleißes in Preußen; Poggend. Ann.

    • Literatur

      Pogg. biogr.-liter. Handw. Leipzig, 1863, II. 290; Greifsw. Tageblatt 1881, Nr. 46; Jahresb. der Ges. f. pomm. Gesch. Greifswald 1883, S. 17.)

  • Autor/in

    Karsten.
  • Zitierweise

    Karsten, Gustav, "Nobert, Friedrich Adolph" in: Allgemeine Deutsche Biographie 23 (1886), S. 750-751 unter Norbert, Friedrich Adolph [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117585998.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA