Lebensdaten
1798 – 1861
Beruf/Funktion
Historiker ; Germanist ; Archäologe
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 117135720 | OGND | VIAF: 54918163
Namensvarianten
  • Mooyer, Ernst Friedrich
  • Mooyer, E. F.
  • Mooyer, Ernst F.
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Orte

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Zitierweise

Mooyer, Ernst Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117135720.html [19.05.2022].

CC0

  • Biographische Darstellung

    Mooyer: Ernst Friedrich M., Forscher deutscher Alterthümer, geb. den 6. August 1798 in Minden, daselbst den 8. Mm 1861. Auf Wunsch des Vaters, Kaufmanns Ernst Friedrich M., widmete er sich in Bremen dem Kaufmannsstande und betrieb später mit einem jüngeren Bruder das väterliche Geschäft. Daneben war aber sein ganzes Interesse auf die Geschichtsforschung und fremde Sprachen gerichtet. Diesen Studien gab er sich, soweit das Geschäft es zuließ, mit größtem Eifer hin und legte die Ergebnisse seiner Forschungen in folgenden von den deutschen Alterthumsforschern hochgeschätzten Werken nieder: 1) „Versuch eines Nachweises der im Todtenbuche des Klosters Möllenbeck vorkommenden Personen und Ortschaften“ (Münster 1839). 2) „Nachträge zu dem Commentar des Calendarium Merseburgense“ (Halle 1840). 3) „Auszüge aus dem Todtenbuche des Hildesheim’schen Hochstifts“ (Hannover 1840). 4) „Beiträge zur Geschichte der vormaligen Benedictinerabtei Tegernsee“ (Minden 1843). 5) „Urkundliche Nachrichten von den Dynasten von der Bückeburg und Arnheim“ (Hannover 1855). 6) „Die vormalige Grafschaft Schaumburg in ihrer kirchlichen Eintheilung“ (Bückeburg 1858). 7) „Onomasticon chronographicum hierarchiae germanicae, Verzeichniß der deutschen Bischöfe seit dem Jahre 800 n. Chr. nebst Anhang über die Würdenträger einiger Abteien und Ritterorden“ (Minden 1854). Für dieses Werk, an dem er 20 Jahre gearbeitet, erhielt er den rothen Adlerorden vierter Klasse und vom König von Belgien die goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft. 8) „Die Einfälle der Normannen in die pyrenaische Halbinsel, eine größtentheils aus dem Dänischen übersetzte Zusammenstellung“ (Münster und Minden 1844). 9) „Ueber die angebliche Abstammung des normannischen Königsgeschlechts Siciliens von den Herzögen der Normandie. Eine genealogische Untersuchung“ (Minden 1850). Eine Reihe größerer Aufsätze Mooyer's erschienen in den westfälischen Provinzial-Blättern, z. B. „Regesta nobilium dominorum de Monte seu de Scalkesberge“ (1839), über den in isländischen Sagen erwähnten Ort Herfurda, Verzeichniß der Minden’schen Dompröpste (1843), „Die Mündigkeit und Volljährigkeit im Mittelalter“ (1846), „Beiträge zur Genealogie der Grafen zu Ravensberg"; ferner in der Zeitschrift für Kunst und Wissenschaft und Geschichte des Kriegs: „Denkschrift des Grafen Wilhelm von Schaumburg-Lippe über den Krieg zwischen Portugal und Spanien im Jahre 1762“ (1854). M. war Ehrenmitglied von 20 deutschen und 7 außerdeutschen Geschichts- und Alterthumsvereinen.

  • Autor/in

    Wippermann.
  • Zitierweise

    Wippermann, Karl, "Mooyer, Ernst Friedrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 22 (1885), S. 210 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117135720.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA