Lebensdaten
1904 bis 1977
Geburtsort
Thedinghausen bei Bremen
Sterbeort
Braunschweig
Beruf/Funktion
Luftfahrtingenieur
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 138393729 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Möhlmann, Friedrich

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Zitierweise

Möhlmann, Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd138393729.html [31.05.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich (1879–1932), Auktionator in T., S d. Brün (1834–1916), Landwirt in Westerwisch b. T., u. d. Anna Schütte (1846–1908);
    M Marie (1883–1970), T d. Johann Schröder (1856–93), Landwirt in Bürgerei b. T., u. d. Gesine Emigholz (* 1860) aus Hagen b. T.;
    Bacharach/Rhein 1938 Charlotte (1914–66), T d. Otto Albert Fuchs in Berlin u. d. Anna Frieda Patzschke;
    1 S, 1 T, u. a. Klaus (* 1939), Oberstudienrat in Braunschweig.

  • Leben

    Nach dem Abitur am Humanistischen Gymnasium in Bremen (1923) studierte M. Maschinenbauwesen und Luftfahrttechnik an den Technischen Hochschulen Hannover und Berlin-Charlottenburg bei W. Hoff und G. Madelung und schloß sein Studium 1929 mit der Diplom-Hauptprüfung ab. Während des Studiums erhielt M. als Mitglied der „Akaflieg“ und durch Schulung bei der Deutschen Verkehrsfliegerschule (DVS) in Stettin, Staaken und Schleißheim eine vollständige fliegerische Ausbildung, die er mit dem Erwerb des B-1-Scheins und des Kunstflugscheins abschloß. M. war damals einer der wenigen Luftfahrtingenieure, die nicht nur über fachtechnische Kenntnisse verfügten, sondern auch selbst Piloten waren. Nach vorübergehender Tätigkeit als Ingenieur bei der AEG übernahm M. 1933 das Amt eines Technischen Referenten in der Erprobungsstelle des Reichsverbandes der Deutschen Luftfahrtindustrie in Staaken, die später in die Erprobungsstelle Rechlin der Luftwaffe überging. Er gehörte zu dem kleinen Kreis von Experten, die sich schon damals mit Problemen der automatischen Flugzeugsteuerung befaßten. 1935 wurde M. in das Technische Amt des Reichsluftfahrtministeriums übernommen, wo er insbesondere Aufgaben aus dem Bereich der Sicherheitsausrüstung von Luftfahrzeugen wahrnahm. Seit 1937 gehörte er dem Ingenieurkorps der Luftwaffe an. Nach Kriegsende 1945 betrieb M. zunächst ein von ihm gegründetes mittelständisches Unternehmen der Metallindustrie. 1954 wurde er vom Bundesminister für Verkehr zum Leiter der Vorläufigen Bundesstelle für Luftfahrtgerät und Flugunfalluntersuchung in Bonn berufen. Aus dieser Dienststelle ging ein Jahr später das Luftfahrt-Bundesamt mit Sitz in Braunschweig als Bundesoberbehörde für die zivile Luftfahrt hervor. M. wurde 1955 zu dessen erstem Leiter ernannt. Mit der Konzipierung der rechtlichen Grundlagen der Zivilluftfahrt, der Entwicklung von Verfahren für das technische Prüfwesen und der Schaffung betrieblicher Strukturen in seiner Behörde trug er entscheidend zur Entwicklung eines modernen Zivilluftfahrtwesens in der Bundesrepublik Deutschland nach dem 2. Weltkrieg bei. M. trat 1969 in den Ruhestand. Er war während seiner Amtszeit auch Geschäftsführer des Deutschen Luftfahrzeug-Ausschusses.

  • Literatur

    J. Matschego, in: Zs. f. Flugwiss., 1969, S. 458 f.;
    K. Kössler, in: Jb. d. DGLR 3, 1977, S. 15-17;
    Wi. 1970.

  • Portraits

    Phot. in: Der Spiegel, Nr. 25 v. 16.6.1969.

  • Autor/in

    Wolfgang Danschacher
  • Empfohlene Zitierweise

    Danschacher, Wolfgang, "Möhlmann, Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 17 (1994), S. 620 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd138393729.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA