Lebensdaten
1900 bis 1965
Geburtsort
Berlin-Charlottenburg
Sterbeort
Braunschweig
Beruf/Funktion
Photochemiker
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 142870641 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Meidinger, Walter

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Zitierweise

Meidinger, Walter, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd142870641.html [26.03.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Max (1856–1923), Architekt;
    M Hedwig Ramisch (1868–1931);
    Berlin-Steglitz 1924 Annemarie (* 1893), T d. Molkereidir. Robert Fritze (1846–1902) in Magdeburg u. d. Anna Lellau;
    1 S.

  • Leben

    M. studierte 1919-23 an der Univ. Berlin Chemie und Physik und promovierte 1923 am Institut für physikalische Chemie bei J. Eggert und W. Noddack auf dem Gebiet der Photochemie. Anschließend arbeitete er drei Jahre lang im wissenschaftlichen Laboratorium der Agfa in Berlin. Seit 1927 war er im photochemischen Laboratorium der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt in Berlin tätig, dessen Leitung er 1935 übernahm. 1943 setzte M. seine Arbeiten aufgrund der Verlegung der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt in Weida (Thüringen) fort. 1945-49 war er am Deutschen Amt für Maß und Gewicht in Weida angestellt, von 1949 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1962 leitete er das photochemische Laboratorium der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig (1951 Oberregierungsrat). Den zweimal an ihn ergangenen Ruf an eine Hochschule lehnte er ab.

    M. hatte in hohem Maße Anteil an der Entwicklung der wissenschaftlichen Photographie. Er führte wegweisende Untersuchungen über die Quantenausbeute des photographischen Elementarprozesses durch, auf deren Grundlage Fortschritte im theoretischen Verständnis des latenten Bildes erzielt wurden, und entdeckte die Phosphoreszenz und Fluoreszenz von Silberhalogeniden bei tiefen Temperaturen. M. untersuchte die Kinetik der Entwicklung von Silberbromidkörnern unterschiedlichen Belichtungszustandes und die Masse und Verteilung photolytisch gebildeten Silbers in photographischen Schichten.

    Darüber hinaus befaßte sich M. als Mitglied des 1930 gegründeten Ausschusses für Sensitometrie der Deutschen Gesellschaft für Photographische Forschung mit der Normierung der Empfindlichkeit photographischer Materialien. In dem von ihm geleiteten Laboratorium der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt wurde die normgerechte Einhaltung der Angaben der Lichtempfindlichkeit photographischer Platten und Filme überwacht.

    1941-45 war M. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Photographische Forschung und 1948-62 hatte er den Vorsitz im Ausschuß für Sensitometrie beim Deutschen Normenausschuß inne.|

  • Auszeichnungen

    1930 silberne, 1943 goldene Medaille d. Photogr. Ges. Wien; 1952 Henderson Medal d. Royal Photographic Society of Great Britain.

  • Werke

    u. a. Fortschritte d. Photogr., in: Zs. f. angew. Chemie 39, 1926, S. 628-63;
    Die Bromierung d. Benzols unter Mitwirkung d. Lichtes als Katalysator, in: Zs. f. Elektrochemie 35, 1929, S. 738-41;
    Die theoret. Grundlagen d. photogr. Prozesse, 1932;
    Fluoreszenz u. Empfindlichkeit photogr. Schichten bei tiefen Temperaturen, in: Physikal. Zs. 41, 1940, S. 277-85;
    Die Quantenausbeute bei d. durch photolyt. gebildetes Silber sensibilisierten Photolyse d. Halogensilbers in photogr. Schichten, in: Zs. f. wiss. Phot. 44, 1949, S. 137-72.

  • Literatur

    G. Vieth, in: Photogr. Korr. 101, 1965, S. 60 (P);
    J. Eggert, in: Zs. f. wiss. Phot. 59, 1965, S. 108-11 (W);
    Pogg. VI, VII.

  • Autor/in

    Bettina Löser
  • Empfohlene Zitierweise

    Löser, Bettina, "Meidinger, Walter" in: Neue Deutsche Biographie 16 (1990), S. 639 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd142870641.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA