Lebensdaten
1615 bis 1675
Geburtsort
Tondern
Beruf/Funktion
evangelischer Theologe ; Rostocker Superintendent
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 12226813X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Mauritius, Kaspar
  • Mauritius, Casparus
  • Moritz, Caspar
  • mehr

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Mauritius, Kaspar, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd12226813X.html [15.10.2019].

CC0

  • Leben

    Mauritius: Kaspar M., geb. am 2. März 1615 zu Tondern, am 14. April 1675, besuchte das Gymnasium zu Lübeck und die Universitäten Rostock und Königsberg, studirte vornehmlich die damalige (theologische) Philosophie und biblische Philologie, promovirte 1638, wurde 1639 Conrector in Bordesholm, legte die Stelle aber 1642 nieder, um nach Rostock zu gehen, wo er 1644 Professor der Logik wurde und 1648 zum Dr. theol. promovirte. 1650 wurde er an Stelle seines Lehrers, des älteren Johann Quistorp, von Adolph Friedrich zum ordentlichen Professor ernannt, neben ihm war nur noch Varenius in der Facultät. Hier bekämpfte er vom geistlichen Standpunkte aus die Lehre des Hugo Grotius vom Volks- und Völkerrechte, nahm lebhaft am Streite gegen die Socinianer Theil und ebenso an dem Hader wegen Absehung Joachim Lütckemann's, der sich um die christologische Frage drehte, ob Christus auch im Tode und Grabe wahrhaftig (vere) ein Mensch gewesen sei. M. bekleidete gleichzeitig seit 1650 das Archidiakonat zu St. Marien, seit 1653 das Pastorat bis 1662, war seit 1654 auch Rostocker Superintendent. 1662 ging er als Pastor zu St. Jacobi nach Hamburg, wo er starb. 1650 und 1656 war er Rector der Universität.

    • Literatur

      Nachweise und Schriften bei Krey, Andenken an die Rostockschen Gelehrten. O. Krabbe, Aus dem kirchlichen und wissenschaftlichen Leben Rostocks. Ders., Heinr. Müller u. seine Zeit.

  • Autor/in

    Krause.
  • Empfohlene Zitierweise

    Krause, "Mauritius, Kaspar" in: Allgemeine Deutsche Biographie 20 (1884), S. 710 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd12226813X.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA