Lebensdaten
1766 bis 1842
Geburtsort
Bautzen
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
evangelischer Theologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116418109 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Brescius, Friedrich
  • Brescius, C. R.
  • Brescius, Carl F.
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Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Brescius, Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116418109.html [21.05.2019].

CC0

  • Leben

    Brescius: Friedrich B., geb. 31. Jan. 1766 zu Bautzen, 24. Aug. 1842 als General-Superintendent und Consistorialrath zu Berlin. Gebildet auf dem Gymnasium seiner Vaterstadt und der Universität Leipzig, wo besonders Morus und Ernesti seine Lehrer waren, wurde er 1788 vom Grafen Erdmann Pückler ( 1811) nach Muskau berufen. Hier verweilte er bis 1806 zuerst als Rector und Diaconus, dann als Erzieher des jungen Grafen (spätern Fürsten) Hermann, den er auch später, 1801, confirmirte, endlich als Adjunct des alternden Superintendenten. In dieser letzteren Stellung hat er sich namentlich um die Hebung des Schulwesens in der Herrschaft Muskau verdient gemacht; seine Mußestunden widmete er mit Vorliebe mechanischen Arbeiten, in denen er ein solches Geschick erlangte, daß die von ihm gefertigten Uhren eines besonderen Rufes genossen. Nachdem er von 1806—1811 das Pfarramt in Triebel verwaltet hatte, wurde er zum Pfarrer in Lübben und General-Superintendenten der Nieder-Lausitz vocirt. Als jedoch die politischen Ereignisse die Vereinigung dieses Markgrafthums mit dem Königreich Preußen herbeiführten, wurde B. 1816, unter Beibehaltung seiner Superintendentur, als Consistorial- und Schulrath an die neugebildete königl. Regierung nach Frankfurt a./O. versetzt. Als solcher leitete er dort im Juni 1819 die Verhandlungen der ersten und für längere Zeit einzigen Provinzial-Synode, zu welcher nach den 1817 und 1818 abgehaltenen Kreissynoden die Superintendenten des Regierungsbezirkes behufs einer neu einzuführenden|Kirchenordnung zusammenberufen worden waren. 1827 ward B. in das Consistorium nach Berlin berufen und ihm 1836 die General-Superintendentur des ganzen Regierungsbezirks Frankfurt übertragen. Obwol er in seinen letzten Lebensjahren vielfach kränkelte, führte er doch seine Geschäfte bis an seinen Tod fort. Die Brescius-Stiftung, aus Anlaß seines fünfzigjährigen Jubiläums 1838 von seinen Freunden zur praktischen Ausbildung von Predigtamts-Candidaten ins Leben gerufen, erhält seinen Namen in dankbarem Andenken. Durch den Druck sind von ihm, besonders in früheren Jahren, veröffentlicht worden eine Reihe von Predigten, sowie Recensionen in verschiedenen Zeitschriften, außerdem mehrere Abhandlungen apologetischen Inhalts, in denen er vom Standpunkte des biblischen Supernaturalismus gegen die seichte Aufklärung jener Tage ankämpft. Eine ausführliche Lebensbeschreibung von ihm ist von seinem Freunde C. W. Spieler (Frankfurt 1845) verfaßt worden.

  • Autor/in

    Schwarze.
  • Empfohlene Zitierweise

    Schwarze, "Brescius, Friedrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 3 (1876), S. 316-317 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116418109.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA