Lebensdaten
1897 bis 1953
Geburtsort
Preußisch Stargard (Westpreußen)
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Komponist
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 124623921 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Mackeben, Theo
  • Morris, John
  • Roberts, Red

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Zitierweise

Mackeben, Theo, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd124623921.html [19.04.2019].

CC0

  • Genealogie

    Aus nd.sächs.-westfäl. Fam.;
    V Johannes, Garnisons-Verwaltungsdir.;
    M Ottilie Conrads;
    B Wilhelm (* 1892), Diplomat (s. Wi. 1958);
    - 1) Berlin 1925 Toni, T d. Heinrich Neft, Dir. d. Volksbühne in B., 2) Loni Heuser (* 1908), Sängerin, Schauspielerin u. Kabarettistin;
    1 S.

  • Leben

    M. studierte in Köln am Konservatorium. 1917/18 war er als Militärmusiker (Viola und Trompete) in Warschau tätig, wo er auch in den Fächern Komposition und Klavier Unterricht erhielt. 1920-22 unternahm er zusammen mit dem Geiger Leopold Przemislaw als Duopartner weite, bis nach Niederländ.-Indien reichende Konzertreisen. Danach ließ er sich in Berlin nieder, wo er bereits in der Anfangsphase des Rundfunks als Musiker und Komponist tätig war. Auch beim Tonfilm gehörte er zu den „Männern der ersten Stunde“. Als Dirigent wirkte er an der Volksbühne, wo er die Schauspielmusik zu betreuen hatte. M. dirigierte im Theater am Schiffbauerdamm die Uraufführungen von Brechts „Dreigroschenoper“ (1928) mit der Musik von Kurt Weill, sowie dessen „Happy End“ (1929), schließlich seine eigene Neubearbeitung von Donizettis „Regimentstochter“. Zum großen Erfolg wurde 1931 seine Neufassung und inhaltliche Umformung von Millöckers Operette „Gräfin Dubarry“. Weitere wichtige Kompositionen waren seine Schauspielmusik zu Gustav Freytags „Journalisten“ (1932) und die Operette „Lady Fanny“ (1934).

    M.s großes Interesse galt seit 1930 dem rasch aufstrebenden Tonfilm, für dessen Musikalisierung er zahlreiche prägnante Beiträge lieferte. Nach seinem ersten Evergreen, dem Lied „Komm auf die Schaukel, Luise“ (1931) für Molnárs „Liliom“ gelang es ihm, in etlichen Filmen gängige Lieder zu schaffen, die sich bis heute behauptet haben. Bis in die Kriegsjahre hinein erzielten seine Kompositionen als Unterhaltungsmusik große Erfolge. Die Kriegsereignisse machten M.s Hoffnungen zunichte, seine Oper „Rubens“ (1942) aufgeführt zu sehen. Nach Kriegsende lebte M. zunächst in Bad Ischl; nach Berlin zurückgekehrt, wirkte er in den Spielzeiten 1947/48|und 1948/49 als Operettenkapellmeister am Metropoltheater. Seine letzte Bühnenkomposition schuf er 1951 für das François-Villon-Schauspiel „Die Geduld der Armen“. – M. besaß nicht nur im Bereich der Unterhaltungsmusik hohes Ansehen, sondern er hat in der Feinheit der Instrumentierung und durch die ungemein variabel eingesetzten musikalischen Formen einen bleibenden Beitrag zur Operette und zur frühen Filmmusik geleistet.

  • Werke

    Weitere W Musik zu 52 Tonfilmen;
    - Operetten: Anita u. d. Teufel, 1938;
    Der goldene Käfig, 1943;
    Die Versuchung d. Antonia, 1950;
    - Schauspielmusiken: Apollo, Brunnenstraße, 1930;
    Zu ebener Erde u. im ersten Stock;
    Harmonie, um 1932;
    Das Mädel aus d. Vorstadt, 1947;
    Die Geduld d. Armen, 1951;
    - Bearbeitungen: Pariser Leben (J. Offenbach), 1929;
    Die schöne Galathee (F. v. Suppé), 1940;
    - Oratorium Hiob;
    Klavierkonzert, 1945;
    Sinfon. Ballade f. Violoncello u. Orchester, 1946.

  • Literatur

    O. Schneidereit, Operettenbuch, 1955;
    E. J. Aufriebt, Erzähle damit du dein Recht erweist, 1966;
    J. Cadenbach, Hans Albers, 1977;
    W. Reinking, Spiel u. Form, 1979;
    L. W. Wolff (Hrsg.), Puppchen du bist mein Augenstern, Dt. Schlager aus 4 J.zehnten, 1981;
    H. W. Heister u. H. G. Klein (Hrsg.), Musik u. Musikpol. im faschist. Dtld., 1984;
    MGG VIII;
    Riemann;
    The New Grove;
    Enc. dello Spettacolo.

  • Portraits

    Phot., 1941, Abb. in: F. Henseleit (Hrsg.), Berlin in Dur u. Moll, 1970, S. 53.

  • Autor/in

    Werner Bollert
  • Empfohlene Zitierweise

    Bollert, Werner, "Mackeben, Theo" in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 619-620 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd124623921.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA