Lebensdaten
erwähnt 1568, gestorben 1630
Geburtsort
Gotha
Sterbeort
Gotha
Beruf/Funktion
Hymnologe ; Komponist
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 12584316X | OGND | VIAF: 23114684
Namensvarianten
  • Lindemann, Johann
  • Lindemann, Johannes
  • Lindeman, Johann
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Quellen(nachweise)

Objekt/Werk(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Lindemann, Johann, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd12584316X.html [24.04.2024].

CC0

  • Biographie

    Lindemann: Johann L., nach Jöcher u. a. Sohn des Cyriacus L. ( 1568 als Rector zu Gotha), war Magister der Philosophie, Lehrer, und ward im J. 1580 Cantor zu Gotha; er starb nach 50jähriger Amtsführung im J. 1630. Er hat weltliche Melodien zu geistlichen umgebildet; so hat er die Melodien zu den Liedern „In dir ist Freude in allem Leide“ und „Jesu, wollst uns weisen“, welche Lieder wol sicher nicht von ihm gedichtet sind, aus einem italienischen Baletti von Giovanni Giacomo Gastoldi hergenommen. Ob er auch geistliche Lieder selbst gedichtet hat, ist zweifelhaft; schon Wetzel und Schamelius wissen das nicht zu entscheiden. Von allen ihm zugeschriebenen Liedern hat das „Herr Jesu, sei gepreiset“ wol noch am meisten Anspruch, ihm zugeschrieben zu werden.

    Wetzel, Hymnopoeographia, II. S. 75. Schamelius, Evangel. Liedercommentarius, Anhang, S. 45. Jöcher, II. Sp. 2449. Döring, Choralkunde, S. 45. Koch, Geschichte des Kirchenliedes, 3. Aufl., III. S. 278. Fischer, Liederlexikon, 1. Hälfte, S. 280; vgl. auch 2. Hälfte, S. 453 f.

  • Autor/in

    l. u.
  • Zitierweise

    l. u.; Schumann, "Lindemann, Johann" in: Allgemeine Deutsche Biographie 18 (1883), S. 679 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd12584316X.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Biographie

    Lindemann*)Zu Bd. XVIII S. 679.: Johann L., Componist geistlicher Lieder, war von Gotha gebürtig und der Sohn des dortigen Rathsherrn Nikolaus L., eines Bruders von Cyriacus L. (s. o.). Er hatte sich den Magistergrad erworben und bekleidete von 1580—1630, seinem Todesjahre, das Amt eines Cantors an den Kirchen und Schulen seiner Vaterstadt. Sonst ist über sein Leben nichts bekannt. — In den Jahren 1594, 1596 und 1598 gab er unter dem Titel „Decades Amorum Filii Dei“ drei Sammlungen von ihm gesetzter geistlicher Lieder heraus. Die letzte Decade, für fünf Stimmen componirt und dem Herzog Johann Kasimir zu Sachsen gewidmet, enthält zwei Lieder, bei denen ihm früher neben den Melodien auch noch die Textesworte zugeschrieben wurden: „Jesu, wollst uns weisen" (3 Strophen) und „In Dir ist Freude“ (2 Strophen). Es rühren jedoch nur die ersteren von ihm her und zwar mit der Einschränkung, daß er die Weisen zweier von Giovanni Gastaldo da Caravaggio 1591 gesetzter Ballette auf die genannten Kirchenlieder übertragen hat. Dagegen ist das vierstrophige Neujahrslied „Herr Jesu, sei gepreiset“ ohne Zweifel von L. verfaßt.

    • Literatur

      Jöcher, Rotermund zu Jöcher. — J. H. Gelbke, Kirchen- und Schulenverfassung d. Herzogthums Gotha. 1. Thl. (1790), S. 94. — E. E. Koch, Geschichte des Kirchenlieds u. Kirchengefangs, 1. Hauptthl., 3. Bd. (1867), S. 278. — A. F. W. Fischer, Kirchenliederlexikon, 1. Hälfte (1878), S. 280b, 399a u. 410ab.

  • Autor/in

    Schumann.
  • Zitierweise

    CC-BY-NC-SA