Lebensdaten
1863 bis 1951
Geburtsort
Riedbach (Kreis Crailsheim)
Sterbeort
Tübingen
Beruf/Funktion
Germanist
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116232919 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bohnenberger, Karl
  • Bohnenberger, Carl
  • Bohnenberger, K.

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Zitierweise

Bohnenberger, Karl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116232919.html [23.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Heinrich ( 1919), Pfarrer;
    M Sophie (1837–1927), T des J. Berg, fürstlichen hohenlohischen Rats und Oberamtsarztes;
    Ur-Gvv Johann Gottlieb Friedrich von Bohnenberger s. (1); ledig.

  • Leben

    Nach der Schulausbildung im württembergischen niederen evangelisch-theologischen Seminar studierte B. 1881-86 als „Stiftler“ in Tübingen Theologie; nebenher betrieb er philologische Studien, die ihn in enge Berührung mit dem Indogermanisten Rud. von Roth und dem Germanisten Eduard Sievers brachten. Mit einer Preisarbeit zur Ortsnamenforschung erwarb er 1886 den Doktorgrad. Nach zweijährigem Kirchendienst wechselte er 1888 zur Philologie hinüber. Er wurde Bibliothekar an der Tübinger Universitätsbibliothek, habilitierte sich 1892 mit einer Schrift zur historischen Mundartforschung und wirkte, jahrelang neben dem Bibliotheksdienst, sehr nachhaltig und erfolgreich im akademischen Lehramt, 1921-30 als Ordinarius für deutsche Sprache und Literatur. Seine wissenschaftliche Tätigkeit betraf Mundart-, Orts- und Flurnamen- und Volkskundeforschung. Von großen Leitgedanken aus leistete er, ein Vertreter der direkten Methode, vorbildliche Arbeit, die weit über seinen schwäbisch-alemannischen Forschungsraum hinaus von Bedeutung ist (Sprachgrenzenforschung, Stammesmundarten). Für diesen selbst ist sein gesamtes Schaffen grundlegend geworden durch Anregung und Betreuung ausgedehnter volkskundlicher Stoffsammlungen, Mitarbeit bei der amtlichen Landesbeschreibung mit Bezug auf Mundart, volkstümliches Leben, Ortsnamendeutung und durch Schaffung des württembergischen Flurnamenarchivs. Seit 1906 war B. ordentliches Mitglied des Württembergischen Statistischen Landesamts, als solches Berater mit Entscheidungsrecht bei den Vermessungs- und Katasterbehörden in allen Fragen der Auswahl und Schreibung der Flurnamen auf den Meßtischblättern und im Grundbuch.

  • Werke

    Verz. bis 1938, in: Festgabe f. K. B., 1938 (P);
    Die alemann. Mundart, 1953: Die Ostfränk.Mundart (Ms., Veröff. vorgesehen).

  • Literatur

    A. Mack, in: Festgabe f. K. B. (s. o.);
    H. Dölker, in: Heimatkdl. Bll. f. d. Kr. Tübingen, 1951;
    ders., in: ZWLG 11, 1952;
    ders., in: Jbb. f. Statistik u. Landeskde., 1952;
    ders., in: Zs. f. Volkskde., 1954;
    H. Moser, in: Zs. f. Mundart-F 20, 1952 (W nach 1938, S. 244).

  • Autor/in

    Helmut Dölker
  • Empfohlene Zitierweise

    Dölker, Helmut, "Bohnenberger, Karl" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 422 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116232919.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA