Lebensdaten
1835 bis 1915
Geburtsort
Wien
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Bankier ; Industrieller
Konfession
jüdisch
Normdaten
GND: 136683908 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Lieben, Leopold (bis 1877)
  • Lieben, Leopold von
  • Lieben, Leopold (bis 1877)
  • mehr

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Zitierweise

Lieben, Leopold von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136683908.html [22.05.2019].

CC0

  • Genealogie

    B Adolf (s. 1), Richard (1842–1919), Bankier;
    - Wien 1871 Anna (1847–1900), T d. Bankiers Eduard Frhr. v. Todesco in W. u. d. Sophie Gomperz;
    5 K, u. a. Ernst (1875-n. 1955), Dr. phil., Privatgel., Schriftsteller, Robert (s. 3), Valerie ( Joh. Paul Karplus, 1866–1936, Prof. d. Med. in W., s. ÖBL).

  • Leben

    L. gründete gemeinsam mit seinem Bruder Richard 1862 in Wien das Bankhaus „Lieben u. Co.“. Während der Gründerzeit beteiligte sich dieses erfolgreich an großen Bank- und Finanzgeschäften, zog sich aber rechtzeitig ausschließlich auf Vermögensverwaltung und Geldanlage in Industrieunternehmen zurück. Unter anderen beteiligte sich das Bankhaus an der Gründung der Telephonfabriks-AG, welche später mit der Firma Berliner vereinigt wurde. L. war auch Präsident der Theresientaler Papierfabrik, vormals Ellissen, Roeder u. Co., sowie Vizepräsident der Ersten Bierbrauerei AG in Schellinghof b. Liesing. An der Wiener Börse begann er als beeideter Inventur- und Schätzungskommissar, wurde 1873 Börsenrat und war somit der letzte, der vor dem Börsenautonomiestatut ein solches Amt bekleidete. Als Baureferent war er maßgeblich am Entstehen des neuen Börsengebäudes am Ring beteiligt. Im Okt. 1891 wurde er Zweiter und im Jan. 1897 Erster Vizepräsident der Börsenkammer und trat im Jan. 1911 die Nachfolge des verstorbenen Präsidenten Vinzenz v. Miller zu Aichholz an. Sein Hauptverdienst bestand in der Ausgestaltung dieser Institution auf der Basis der neugeschaffenen Autonomie. Er bekleidete die Funktion eines Generalrates der österr.-ungar. Bank, seit 1900 als Vizegouverneurstellvertreter. Sein Haus war ein Sammelpunkt von Gelehrten und Künstlern.

  • Literatur

    Nekr. in: Neue Freie Presse u. Wiener Ztg. v. 10.3.1915;
    R. Granichstaedten-Cerva, J. Mentschl u. G. Otruba, Altösterr. Unternehmer, 1969, 73 f.;
    J. Winter, 50 J. e. Wiener Hauses, 1927, 40 ff.;
    B. Michel, Banques et Banquiers en Autriche au Débüt du 20e siècle, 1976;
    E. März, Österr. Industrielle u. Bankpol. in d. Zeit Franz-Josephs I., 1968;
    ÖBL.

  • Autor/in

    Gustav Otruba
  • Empfohlene Zitierweise

    Otruba, Gustav, "Lieben, Leopold von" in: Neue Deutsche Biographie 14 (1985), S. 474 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136683908.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA