Lebensdaten
1784 bis 1837
Geburtsort
Leipzig
Sterbeort
Darmstadt
Beruf/Funktion
Verleger und Buchhändler
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 100733417 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Leske, Carl Wilhelm
  • Leske, C. W.
  • Leske, Carl W.
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Zitierweise

Leske, Carl Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd100733417.html [18.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Nathanel Gottfried (1751–86), Prof. d. Ökonomie in L., seit 1786 Prof. d. Kameralwiss. in Marburg, Mineraloge (s. Pogg I), S d. Gottfried (1725–96), aus Rastenburg (Ostpr.), Pfarrer in Muskau (Oberlausitz), dann in Königswartha, zuletzt in Nowodwar b. Warschau;
    M Eleonora Sophia Maria (* 1757), T d. Verlags- u. Sortimentsbuchhändlers Joh. Gottfr. Müller in L. u. d. Magdalena Elisabeth Vetter aus Hamburg;
    Stief-V (seit 1799) Friedrich Creuzer ( 1858), Philol. u. Archäol. (s. NDB II);
    - 1805 Bernhardine ( 1851), T d. Oberpfarrers Hieronymus Gotthilf Amelung in Pfungstadt u. d. Helene Juliane Thon; Schwager Christoph Wilhelm Hufeland ( 1836), Mediziner (s. NDB X);
    1 S Carl Friedrich Julius (s. 2).

  • Leben

    Mit 14 Jahren trat L. als Lehrling in die neu gegründete Buchhandlung von Georg Friedrich Heyer in Gießen ein, wo er sich so bewährte, daß Heyer nach 3 Jahren den erst 17jährigen zum Geschäftsführer ernannte. 1806 wurde L. Teilhaber des Heyer'schen Unternehmens für dessen Darmstädter Zweiggeschäft (seit 1811 Heyer & Leske). 1821 erfolgte dann die freundschaftliche Trennung; einen Teil des Geschäftes übernahm der Sohn Heyers (Firma J. W. Heyer Sohn), das übrige Geschäft blieb die Hofbuchhandlung von C. W. Leske. L. war ein ungemein rühriger Verleger; er verlegte die Werke des bedeutenden Baumeisters G. Moller „Baudenkmäler Hessens“, „Bemerkungen über die aufgefundene Originalzeichnung des Domes zu Koeln“, ferner von J. Stuart und N. Revett „Altertümer von Athen“, von F. Creuzer „Symbolik“. In seinem Verlag erschien seit 1822 die „Allgemeine Kirchenzeitung“, seit 1824 die „Allgemeine Schulzeitung“, seit 1826 die „Allgemeine Militärzeitung“. L. besorgte auch die Kommission des Verlags der Fürstl. Invalidenanstalt in Darmstadt, ebenso die Expedition der „Darmstädter Zeitung“. In seiner Druckerei, die er 1823 gründete, wendete er als erster die Zinkographie an. Hingegen scheiterte sein Versuch, 1830 in Paris eine deutsche Buchhandlung zu begründen. 1832 trat er die Sortimentsbuchhandlung an Ludwig Pabst ab, um sich ganz dem Verlag und der Druckerei widmen zu können. Zu den großen Autoren des Verlages unter L. gehörte außer den schon erwähnten auf dem literarischen Sektor K. Buchner. – Nach L.s frühem Tode leitete bis 1846 seine Witwe den Verlag, dann der Sohn Carl Friedrich Julius.

  • Literatur

    NND 1837;
    Hess. Biogr. II, 1927, S. 410-13.

  • Autor/in

    Adalbert Brauer
  • Empfohlene Zitierweise

    Brauer, Adalbert, "Leske, Carl Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 14 (1985), S. 328 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100733417.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA