Lebensdaten
1876 bis 1944
Geburtsort
Neunkirchen (Saar)
Sterbeort
Hannover (Bombenangriff)
Beruf/Funktion
Verkehrsfachmann
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 133562603 | OGND | VIAF: 38110522
Namensvarianten
  • Blum, Otto Leonhard
  • Blum, Otto
  • Blum, Otto Leonhard
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Zitierweise

Blum, Otto, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd133562603.html [15.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Alfred (1847–1920), Eisenbahnfachmann, seit 1895 Vortragender Rat im preußischen Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Dr.-Ing. e.h., S des Robert s. (2);
    M Karoline (Lina), T des Kreisgerichtschreibers Liebmann in Saalfeld (Thüringen);
    Hannover 1941 Luise Fischer ( 28.10.1944).

  • Leben

    B. studierte 1895-99 an der Technischen Hochschule Berlin. Anschließend war er bei der Eisenbahndirektion Berlin nacheinander Regierungsbauführer, Regierungsbaumeister (1902 Schinkelpreis) und Eisenbahn-Bau- und Betriebs-Inspektor (1907). In diese Zeit fallen ausgedehnte Studienreisen innerhalb Europas und nach dem vorderen Orient sowie eine Weltreise, außerdem seine Promotion zum Dr.-Ing. an der Technischen Hochschule Berlin (1903) und dort auch seine erste Lehrtätigkeit. 1907 wurde er als ordentlicher Professor nach Hannover berufen. Den ihm ursprünglich übertragenen Lehrstuhl für Eisenbahnbau und Eisenbahnbetrieb erweiterte er allmählich zu einem solchen für Verkehrspolitik, Eisenbahnwesen, Städtebau und Landesplanung. Besonders die gleichzeitige Beherrschung des Eisenbahnwesens und des Städtebaus hat ihn bald in die Reihe der führenden Verkehrsfachmänner seiner Zeit emporgeführt. Aus B.s Feder stammt eine Reihe von richtungweisenden Werken aus den genannten Gebieten, mit großem Erfolg hat er sich an Wettbewerben für die Bebauungspläne in- und ausländischer Großstädte beteiligt und ist in der gleichen Richtung für zahlreiche Städte auch gutachtlich tätig gewesen. 1924-29 gehörte er dem Verwaltungsrat der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft an. - 1931 ernannte ihn Karlsruhe zum Dr.-Ing. e. h. und 1936 die Preußische Akademie für Bauwesen zu ihrem außerordentlichen Mitglied. 1937 wurde er Ehrenmitglied des Verkehrswissenschaftlichen Forschungsinstitutes in Paris. Seine Leistungen wurden durch eine Reihe hoher Orden des In- und Auslandes anerkannt.

  • Werke

    Städtebahnen usw., 1909;
    Eisenbahngeogr., aus: Handbibl. Otzen, T. II, Bd. 2, 1925;
    Allg. Einführung in d. Verkehrswesen einschl. Tarifwesen, ebenda, Bd. 8, 1925 (Sonderdr.);
    Lebensfragen d. dt. Luftfahrt (mit C. Pirath), 1928;
    Personen- u. Güterbahnhöfe, 1930;
    Das Eisenbahnnetz Niedersachsens, 1933;
    Verkehrsgeogr., 1936;
    Städtebau, 21937;
    Entw. d. Verkehrs, Bd. 1, 1941;
    Straßenbahn u. Omnibus im Stadtinnern (mit H. Potthoff u. C. Risch), 1942;
    Eisenbahnbau, 1946;
    ferner zahlr. Aufsätze in Fachzss., vornehml. üb. Verkehrspolitik, Verkehrsgeogr., Verschiebebahnhöfe u. Militäreisenbahnwesen;
    Red.: Verkehrstechn. Woche.

  • Literatur

    Verkehrstechn. Woche, 1924, S. 413;
    Rhdb. I, 1930 (P). Für V Alfred: W. Cauer, A. B. †, in: Verkehrstechnik, H. 14, 1920, S. 189-91 (W, P);
    Wi. VI, 1912 (W).

  • Portraits

    Ölgem. v. B. Hellingrath (B. als Rektor);
    Bronzebüste (beide TH Hannover).

  • Autor/in

    Erwin Massute
  • Empfohlene Zitierweise

    Massute, Erwin, "Blum, Otto" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 322 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd133562603.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA