Lebensdaten
1836 bis 1920
Geburtsort
Friedberg (Hessen)
Sterbeort
Frankfurt/Main
Beruf/Funktion
Kinderliederdichter
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 11668397X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Lang, Georg

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Zitierweise

Lang, Georg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11668397X.html [21.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Nicolaus (1777–1850), Gendarmerie-Brigadier in F., S d. Joh. Nikolaus, Jäger u. Förster in Bessungen, u. d. Elisabeth Glockengießer;
    M Elise Glockengießer aus Steinfurth;
    B Ludwig (1824–86), Porträtmaler;
    - 1) Michelstadt 1860 Elise (1821–92), T d. Balthasar Urich (1777–1823), Amtsverweser d. Gf. Erbach u. Kirchenpfleger in Michelstadt, u. d. Karoline Gerold, 2) Frankfurt/Main 1895 Thekla (1838–1918), T d. Kirchenrats u. Pfarrers Gustav Schneider;
    K aus 1).

  • Leben

    L. wollte zunächst Maler werden. Da sich dieser Plan nach dem Tode des Vaters nicht verwirklichen ließ, begann er nach dem Besuch der Augustinerschule in Friedberg eine Lehre in einer Buchhandlung. 1853-55 besuchte er das dortige Lehrerseminar und trat seinen Schuldienst zunächst in Michelstadt im Odenwald an. 1865 ging er an die Musterschule in Frankfurt a. M. Nachdem er sein Mittelschul-Rektoratsexamen abgelegt hatte, wurde er 1878 Rektor der Dreikönigsschule in Frankfurt, einer siebenklassigen Mädchen- und Bürgerschule, später leitete er die Wallschule in Sachsenhausen. 1899 trat er in den Ruhestand. Seine zeichnerische Begabung hat L. immer gepflegt und sich auch intensiv mit Kunstgeschichte beschäftigt und darin auch Kurse gehalten. Im hohen Alter war er als Heimatforscher tätig. – L. hat sich besonders als Kinderlieddichter in seiner Zeit einen Namen gemacht. Durch den Maler Albert Hendschel wurde er angeregt, seine Lieder zu veröffentlichen. Seine Gedichte, Kinderlieder und Geschichten sind, von verschiedenen Künstlern illustriert, als Bilderbücher erschienen, mehrere in der Reihe „Dietrichs Münchner Künstler-Bilderbücher“. Seine erste Veröffentlichung „Sonnenblicke aus dem Lenz des Lebens“ (1878) enthält 22 Gedichte. Sie ist reich mit Illustrationen von Eugen Klimsch, in Holzschnitten ausgeführt von Hermann Günther, versehen. Schon bald folgte „Hausschwalben, Gedichte der Jugend und ihren Freunden gewidmet“ (1881) mit zwei Holzschnitten von Hendschel, der auch L.s „Kinderlieder“ und seine kleine gattungstheoretische Schrift „Poesie der Jugend und Jugendpoesie“ (1910) illustriert hat. In dem Sammelband „Kinderlieder, mit der Jugend und für die Jugend verfaßt“ (1906) wurde ein Teil der frühen Kinderlieder wieder aufgenommen. L. hoffte, seine in Reim, Rhythmus und Strophenform vielfältig gestalteten Lieder populär zu machen. Ihre weite Verbreitung zu seinen Lebzeiten ist sicher auch auf die Illustrationen durch namhafte Künstler, neben Klimsch und Hendschel auch O. Kubel und E. Beskow, zurückzuführen. In ihrer kindertümelnden Art, besonders durch die Vermenschlichung der Natur, treffen L.s Kinderlieder genau den Stil seiner Zeit.

  • Werke

    Weitere W u. a. O, Alpenluft! Sang u. Klang aus d Bergen, 1890, 21891;
    Mit Ränzel u. Wanderstab, Schülerwanderungen durch dt. Land, 1900, 21907;
    Blondchen in Blüten, Bilder v. E. Beskow, 1908. 21911;
    Die goldene Nadel, Ill. v. H. Schlitt, 1908, 1911;
    Wie d. Samenkorn zu Brot wird, Bilder v. O. Kubel, 1909;
    Poesie d. Jugend u. Jugendpoesie, 1910;
    Aus d. Volksleben in Hessen vor 100 J., 1914, 1915;
    Friedberg vor 80 J., Jugenderinnerungen, 1920.

  • Literatur

    K. L. Leimbach, Die dt. Dichter d. Neuzeit u. Gegenwart V, 1893. S. 259-67;
    A. Braun, Ein Dichter d. Kinderglücks, Zu G. L.s 50. Todestag, in: Hess. Heimat Nr. 8 v. 18.4.1970, S. 29-31, 36 (P);
    Brümmer.

  • Portraits

    Phot. (Stadtarchiv Frankfurt).

  • Autor/in

    Annegret von Wedel-Wolff
  • Empfohlene Zitierweise

    Wedel-Wolff, Annegret von, "Lang, Georg" in: Neue Deutsche Biographie 13 (1982), S. 535 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11668397X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA