Lebensdaten
1892 bis 1952
Geburtsort
Wien
Sterbeort
New York
Beruf/Funktion
Journalist
Konfession
jüdisch
Normdaten
GND: 136244033 | OGND | VIAF: 80623028
Namensvarianten
  • Landau, Jakob
  • Landau, Jacob

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Zitierweise

Landau, Jakob, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136244033.html [12.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Moses Hirsch;
    M Elisabeth N. N.;
    - 1921 Ida Bienstock;
    1 S, 1 T.

  • Leben

    Nach dem Studium in Wien, währenddessen er in zionistischen Studentenorganisationen tätig war, wandte sich L. dem Journalismus zu und arbeitete für Magazine in Österreich, Deutschland und Holland, wo er sich im 1. Weltkrieg aufhielt. 1917 richtete er in Den Haag das Jüd. Korrespondenzbüro ein, das während des Krieges beide Seiten mit Nachrichten versorgte. In Österreich gründete er nach dem Krieg den Wanderbund „Blau-Weiß“, dessen gleichnamiges Organ er herausgab. Bei der Pariser Friedenskonferenz 1919 war er Mitglied der Gemeinschaft jüd. Delegationen und gleichzeitig Korrespondent für den Amsterdamer „Telegraaf“. Seinen Pressedienst verlegte er nun nach London, wo er den Namen „Jewish Telegraphic Agency“ (J. T. A.) erhielt. Die Agentur entwickelte sich schnell; sie eröffnete Geschäftsstellen in Paris, Warschau, Berlin, New York und Jerusalem, dort unter dem Namen „Palestine Telegraphic Agency“ (seit 1948: Israel News Agency). Die Nachrichten wurden jeweils in der Landessprache verbreitet. Hauptgeschäftsstelle wurde Anfang der 20er Jahre New York, wohin auch L. übersiedelte. Das Netz von Filialen wurde nun auch nach Mittel- und Südamerika ausgedehnt. Auch während seiner Tätigkeit als Geschäftsführer arbeitete er für das eigene Unternehmen als Journalist, wobei er weite Reisen machte. In Deutschland mußte die J. T. A. nach 1933 ihre Arbeit beenden. Seit 1924 gab L. das „Jewish Daily Bulletin“ heraus, eine knappe Zusammenstellung der Eilnachrichten der Agentur, das 1935 sein Erscheinen einstellte. 1940 gründete er schließlich die „Overseas News Agency“ als unabhängigen Pressedienst für allgemeine Nachrichten. Auf Reisen durch Südamerika während des 2. Weltkriegs erkundete L. unter anderem für das „War Refugee Board“ Ansiedlungsmöglichkeiten für heimatlose Juden. Zeit seines Lebens unterhielt er besonders enge Kontakte zu jüd. Emigranten aus Deutschland und Österreich. L. war befreundet mit Albert Einstein, der auch die Patenschaft seines Sohnes übernahm.

  • Literatur

    The Jewish Chronicle, 8.2.1952;
    The New York Times, 1.2.1952 (P);
    Biogr. Enc. of American Jews, ed. L. M. Gassman, 1935;
    American Jewish Year Book, 1941/42, Bd. 43;
    Enc. Jud. X, 1972;
    Obituaries on File, I (A-R), composed by F. Levy, 1979.

  • Autor/in

    Hanno Hardt
  • Empfohlene Zitierweise

    Hardt, Hanno, "Landau, Jakob" in: Neue Deutsche Biographie 13 (1982), S. 485 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136244033.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA