Lebensdaten
1857 bis 1905
Geburtsort
Bern
Sterbeort
Sankt Moritz
Beruf/Funktion
Kartograph ; Verleger
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 137793456 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kümmerly, Hermann

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Zitierweise

Kümmerly, Hermann, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137793456.html [20.04.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Gottfried (1822–84), Lithograph, gründete 1852 e. lithogr. Anstalt in B., Drucker u. Verleger (s. ThB), S d. Strumpffabr. Philipp;
    M N. N.; Verwandte Johann (1658–1719), Drucker in B., Joseph Anton (1809–70), Lithograph in Solothurn, Josef (1816–74), Baumeister u. Kantonsrat in Olten;
    Ov Adrian (1830–94), Porträtmaler in B. u. Olten (s. ThB);
    B Arnold (1862–1931), Druckereichef;
    - Magda Frey aus Olten; Schwager Otto Julius Frey (1872–1915), Kartograph, Nachf. K.s;
    K, u. a. Hermann d. J. (1897–1964), Kartograph u. Maler, Walter (* 1903), Verleger;
    N Max Frey, techn. Dir. d. Firma;
    E Barbara Elisabeth Peters-K. (* 1939).

  • Leben

    K. absolvierte eine Lehre als Lithograph bei seinem Vater, der auch Aufträge für das Eidgenöss. Topographische Bureau, das damals noch keine eigene Druckerei besaß, ausführte. Dadurch, und durch die Mitarbeit des Kartographen Rudolf Leuzinger, des Begründers der sog. „Schweizermanier“, wurde der Landkartendruck nach und nach zur Spezialität der Offizin Kümmerly. – Die Wanderjahre verbrachte K. in Genf, Dôle, Paris und Neapel. 1882 kehrte er nach Hause zurück, wo er zusammen mit seinem Bruder Arnold nach dem Ableben des Vaters die Firma übernahm. Seine erste Karte, das Blatt Evolena-Zermatt-Monte Rosa, schuf er in Reliefmanier und in künstlerisch-naturalistischen Farbtönen für das 1892 erschienene Jahrbuch des Schweizer Alpenklubs; weitere Blätter folgten und trugen ihm Anerkennung ein. Besonders bekannt wurde er durch seine große Schulwandkarte der Schweiz, die seit 1903 bis heute – im Relief unverändert, in der Situation auf den aktuellen Stand gebracht – in praktisch allen Schulen der Schweiz hängt. Dadurch wurde sie zum Vorbild einer großen Zahl von Wand- und Handkarten in Reliefmanier (Schweizermanier), vor allem auch der Kantone, deren erste, die Schulwandkarten der Kantone Bern und Waadt noch zu Lebzeiten K.s in dessen Offizin erschienen. 1898 trat O. J. Frey als Kartograph und Mitinhaber in die Firma ein, die nun den Namen Kümmerly & Frey annahm.

    Unter K. erlangte die Druckerei internationalen Ruf; Frey, der die Offizin nach dessen Tod weiterführte, verstand es, die Firma vor allem auch bei der Wissenschaft als erstklassige lithographische Anstalt zu etablieren. 1931 übernahmen Walter Kümmerly und Max Frey, die Söhne der beiden Vorgänger, die Geschäftsleitung und steuerten das Unternehmen geschickt durch die Krisenjahre und den 2. Weltkrieg, trotz Kartendruckverbot. In der Nachkriegszeit verlagerte sich die Produktion wieder auf die Landkartenherstellung und auf die Buchproduktion mit geographischer Thematik. Seit 1980 ist mit Barbara Elisabeth Peters-K. die vierte Generation in der Firmenleitung vertreten.

  • Literatur

    A. Merz, Drei Generationen K. schaffen e. weltbek. Unternehmen, in: Oltner Neuj.bll. 25, 1967, S. 6-40, bes. 23-30 (P);
    G. Grosjean u. M. Cavelti, 500 J. Schweizer Landkarten, 1971, S. 50 f.;
    Kümmerly Frey (Hrsg.), Firmengesch., 1977;
    Schweizer Künstlerlex., 1908;
    HBLS.

  • Autor/in

    Arthur Dürst
  • Empfohlene Zitierweise

    Dürst, Arthur, "Kümmerly, Hermann" in: Neue Deutsche Biographie 13 (1982), S. 215 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137793456.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA