Lebensdaten
1832 bis 1906
Geburtsort
Landshut (Mähren)
Sterbeort
Bad Ischl (Oberösterreich)
Beruf/Funktion
österreichisch-ungarischer Kriegsminister
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 136534406 | OGND | VIAF: 80862204
Namensvarianten
  • Krieghammer, Edmund Freiherr von
  • Krieghammer, Edmund von

Orte

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Zitierweise

Krieghammer, Edmund Freiherr von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136534406.html [11.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Rudolf Edler v. K. (Adel 1858, 1796-1859), Kavallerie-Offz., dann Arcierenleibgarde, S d. Matthias K., Architekt d. Baudir. Mähren, u. d. Katharina Braun;
    M Theresia Josepha (1795–1857), Wwe. d. Agenten Ferd. Mautner, T d Hof- u. Gerichtsadvokaten Karl Woller u. d. Katharina Förschl v. Felsenburg;
    Schloß Straußenberg b. Cilli 1881 Adelheid (1838–1925), verw. Grognet d’Orleans, T d. Fabrikbes. Leopold Haupt in Brünn u. d. Emilie Schöll;
    1 S, 1 T.

  • Leben

    K. wurde nach Besuch der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt (1843–49) als Unterleutnant zum Kürassierregiment 5 ausgemustert. Nach Zuteilung zum Generalquartiermeisterstab (1852–54) war er als Oberleutnant und Rittmeister Adjutant des Regimentsinhabers General Gf. Schaffgotsch und zeichnete sich im Feldzug 1859 als Ordonnanzoffizier beim 9. Korps aus. Im Feldzug 1866 war K. Eskadronskommandant bei der Nordarmee. Anschließend besuchte er 1867/68 die Zentral-Kavallerieschule und einen Teil des 2. Jahrgangs der Kriegsschule. 1869-72 war K. als Major Flügeladjutant Kaiser Franz Josephs, den er bei der Orientreise und beim Besuch in Berlin 1872 begleitete. Nach einer Dienstzeit als Regimentskommandant wurde er 1879 unter Beförderung zum Generalmajor Kommandeur der Kavalleriebrigade zu Brod, 1880 zu Przemysl und 1881 zu Marburg. 1884 zum Feldmarschalleutnant befördert, führte K. 1886-88 die Kavallerie-Truppendivision in Lemberg, wo er die Ausbildung im Nachrichtendienst förderte, anschließend die 6. Infanterie-Truppendivision in Graz. Als Kommandant des 1. Korps und kommandierender General in Krakau (1889–93, General d. Kav. 1891) griff er unter persönlichem Einsatz scharf bei Arbeiterunruhen durch. Auf Vorschlag des Chefs des Generalstabs, Feldzeugmeister Friedrich Frhr. v. Beck, berief der Kaiser am 23.9.1893 K. zum Kriegsminister, eine Stelle, für die er als Truppenoffizier wenig Voraussetzungen mitbrachte. K. widmete sich besonders Personalangelegenheiten und erreichte einige Verbesserungen für Unteroffiziere und Offiziere, konnte jedoch die großen Probleme seiner Amtszeit, vor allem die Geschützfrage und die Wehrfrage, nicht bewältigen, zumal er mit den parlamentarischen Vertretungen beider Reichshälften, besonders Ungarns, in ein immer gespannteres Verhältnis geriet. Ebensowenig ersprießlich gestaltete sich die Zusammenarbeit mit dem Chef des Generalstabes und dem Chef der Marinesektion. Trotzdem schenkte ihm der Kaiser besonderes Vertrauen. In der in Österreich-Ungarn zweifellos schwierigen Position des gemeinsamen Kriegsministers war der tüchtige Kavallerieoffizier doch weit überfordert. Am 17.12.1902 erfolgte seine Enthebung als Minister, 1903 die Versetzung in den Ruhestand.|

  • Auszeichnungen

    Großkreuze d. Leopold- (1896) u. d. Stephanordens (1898).

  • Literatur

    Streffleurs Militär. Zs., 1893, H. 4, S. 217 f. (P);
    Armeebl. 25, 1906, Nr. 34;
    v. Löbell's J.berr. üb. Heer- u. Kriegswesen 33, 1906, S. 505;
    Neue Freie Presse v. 19.12.1902, 21., 23. u. 30.8., 1. u. 4.9.1906;
    ÖBL. -
    Eigene Archivstud.

  • Autor/in

    Walter Wagner
  • Empfohlene Zitierweise

    Wagner, Walter, "Krieghammer, Edmund Freiherr von" in: Neue Deutsche Biographie 13 (1982), S. 44 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136534406.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA