Lebensdaten
1872 bis 1947
Geburtsort
Fritzlar
Sterbeort
Reinsdorf Kreis Helmstedt
Beruf/Funktion
Braunkohlenindustrieller
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 136440231 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kraiger, Karl
  • Kraiger, Carl

Orte

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Zitierweise

Kraiger, Karl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136440231.html [31.05.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Gangolph (1829–1907), seit 1872 Bgm. v. F., S d. Kaufm. Heinrich in F. u. d. Anna Maria Arend;
    M Martha Elisabeth (1843–92), T d. Lohgerbers u. Stadtrats Heinrich Winter in F. u. d. Kath. Elisabeth Holze;
    Magdeburg 1903 Meta (* 1885), T d. Stadtrats Dr. Emil Reichert in Magdeburg u. d. Rosl Schregle;
    4 K.

  • Leben

    K. begann 1890 an der Bergakademie Freiberg das Studium des Markscheidewesens und des Bergfachs. Er erwarb 1892 das Diplom als Markscheider, 1893 das als Bergingenieur. 1895 trat er als Assistent bei den Braunschweig. Kohlenbergwerken ein und war 1896-98 als Oberingenieur bei den Gewerkschaften Grefrath und Sibylla-Grube in Frechen bei Köln tätig. 1898 wurde er Direktor der Consolidirten Suderschen Braunkohlenwerke in Helmstedt. Die Gründung der Überlandzentrale Helmstedt AG geht auf K.s Initiative zurück. Sie diente der Versorgung des Helmstedter Raums mit ausschließlich aus Braunkohle erzeugter Elektrizität. Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1938 war K. dort alleiniger Vorstand. 1913 war er bei der Übernahme der Überland-Zentrale und der Suderschen Braunkohlenwerke durch die Braunschweigischen Kohlenbergwerke in deren Vorstand berufen worden. – K. widmete sich besonders den beim Abbau von Braunkohle auftauchenden technischen Problemen der Entwässerung, intensivierte die Entwicklung des Braunkohlentiefbaus im Helmstedt-Oscherslebener Gebiet und setzte moderne Schwelverfahren ein. Seine führende Stellung in der Energiewirtschaft war mit einer Reihe verbandspolitischer Funktionen verknüpft, unter anderem beim Deutschen Braunkohlen-Industrie-Verein (Vorstand), bei der Vereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (Ausschußmitglied), beim Reichsverband der deutschen Industrie (Hauptausschuß) und beim Landeseisenbahnrat Magdeburg. Bei der Industrie- und Handelskammer Braunschweig bekleidete K. seit 1933 das Amt des Vizepräsidenten.|

  • Auszeichnungen

    Dr. h. c. (Freiberg 1924), Ehrensenator d. TH Braunschweig (1926).

  • Literatur

    C. Schiffner, Aus d. Leben Alter Freiberger Bergstudenten II, 1938, S. 282 f., u. Erg.bd., 1971, S. 181;
    Braunkohle 37, 1938, S. 143 f.;
    Wenzel.

  • Autor/in

    Evelyn Kroker
  • Empfohlene Zitierweise

    Kroker, Evelyn, "Kraiger, Karl" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 661 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136440231.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA