Lebensdaten
1773 bis 1850
Geburtsort
Wien
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
k. k. Feldmarschalleutnant ; österreichischer General
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 136425895 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Koudelka, Joseph (bis 1826)
  • Koudelka, Joseph Freiherr von
  • Koudelka, Joseph (bis 1826)
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Quellen(nachweise)

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Zitierweise

Koudelka, Joseph Freiherr von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136425895.html [22.07.2018].

CC0

  • Genealogie

    Wien 1805 Catharina (1788–1847), T d. Philipp Frhr. Wetzlar v. Plankenstern (1756–1806), Bankier in W., u. d. Caroline v. Zepharovich;
    1 S;
    5 T, u. a. Rudolf, FML, Pauline (1806–40, ⚭ Anton Rr. v. Schmerling, 1893, österr. Min.), bedeutendste Blumenmalerin d. vormärzl. Wien, v. F. Waldmüller beeinflußt (s. Wurzbach 13; ThB);
    E Alfred (1864–1947), österr. Admiral (s. ÖBL).

  • Leben

    K. trat 1790 als Stabsfourier in die kaiserliche und königliche Armee ein und machte seit 1795 alle Feldzüge gegen Frankreich in Generalstabsverwendungen mit. 1796 zum Oberleutnant ernannt und 1799 zum Hauptmann im Generalquartiermeisterstab befördert, war er in diesen Jahren als Adjutant des Generalmajors Heinrich von Schmitt, des Chefs des Generalquartiermeisterstabes Erzherzog Carls, eingeteilt. 1806 rückte K. zum Major, 1809 zum Oberstleutnant und 1813 zum Obersten vor, im Juli 1813 führte er interimistisch die Geschäfte des Generalquartiermeisterstabes und im Juni 1815 übernahm er das Amt des Chefs des Generalquartiermeisterstabes unter General der Kavallerie Graf Frimont in Oberitalien und machte in dieser Eigenschaft den Feldzug nach Südfrankreich mit, wo er am 11.7.1815 zu Lyon den Waffenstillstand mit Marschall Suchet abschloß. Nach Beendigung des Feldzuges war K. von September 1815 bis März 1816 Chef des Generalquartiermeisterstabes der gesamten Armee, im Dezember 1816 wurde er nach einer vorübergehenden Einteilung beim Infanterieregiment Nummer 56 Kommandant des Infanterieregiments Nummer 3. 1820 zum Generalmajor und Brigadier in Olmütz ernannt, kam K. im Februar 1821 in gleicher Eigenschaft nach Sankt Pölten und kurz darauf nach Italien. Im November 1827 kehrte er als Brigadier nach Sankt Pölten zurück, am 10.12.1831 übernahm er als Feldmarschalleutnant das Kommando über eine Division in Prag. 1832 nach Bregenz versetzt, wirkte er von März 1835 bis zu seiner Pensionierung im Oktober 1837 als Divisionär in Wien. K., der sich in einer Reihe von Denkschriften mit Fragen der Truppenausbildung, Taktik und Organisation des Generalstabes befaßt hatte, widmete sich im Ruhestand besonders seinen künstlerischen Neigungen, seiner Liebe zu alter Musik, zu der Malerei und Radierung. 1844 veröffentlichte er eine Sammlung von Radierungen „Etudes à l'eau dédiées à Madame la Baronne Koudelka née Baronne Wezlar Blankenstern“ (45 Blätter, 1814–41) mit einer Reihe von Landschaftsbildern mit Motiven aus der Umgebung Wiens.|

  • Auszeichnungen

    Oberst-Inh. d. Infanterieregiments Nr. 40 (1834).

  • Literatur

    O. Posselt, Gesch. d. k. u. k. Inf.-Rgts. Rr. v. Pino Nr. 40, 1913, S. 603;
    O. Regele, Gen.stabschefs aus 4 Jhh., 1966;
    J. Stanka, Gesch. d. k. u. k. Inf.-Rgts, Erzhzg. Carl Nr. 3, II, 1894, S. 31;
    A. Gf. Thürheim, Licht u. Schattenbilder aus d. Soldatenleben u. d. Ges., Tagebuchfragmente u. Rückblicke e. ehemal. Militärs, 1876, S. 35 f.;
    J. Hirtenfeld, Österr. Mil.konversationslex. III, 1853, S. 620 f.;
    Wurzbach 13;
    ÖBL;
    Kosch, Kath. Dtld.;
    ThB.

  • Autor/in

    Rainer Egger
  • Empfohlene Zitierweise

    Egger, Rainer, "Koudelka, Joseph Freiherr von" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 625 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136425895.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA