Lebensdaten
1856 bis 1933
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Physiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 136130631 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Köpsel, Adolf
  • Köpsel, Adolph

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie
Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Köpsel, Adolf, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136130631.html [21.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Carl, Buchdruckereibes. in B.;
    M Ida Borrmann;
    B August (* 1857), Landschafts- u. Marinemaler (s. Wi. 1928; ThB); Schwägerin Anna K. geb. Hoyer (* 1857), Bildnis- u. Blumenmalerin (s. ThB);
    - 1898 Clara Wernemünde;
    1 T.

  • Leben

    K. studierte 1880-85 Mathematik und Physik in Berlin und Heidelberg. Er war Schüler von Hermann von Helmholtz, schloß sein Studium 1885 mit der Promotion zum Dr. phil. ab und trat im gleichen Jahr in das Privatlaboratorium von Werner von Siemens ein. 1894 konstruierte er einen nach ihm benannten Apparat zur Untersuchung magnetischer Eigenschaften verschiedener Eisensorten. Mit diesem Apparat konnte man die Magnetisierung des Prüflings direkt ablesen. Die Permeabilität war durch die Ablenkung einer Drehspule, die von einem konstanten Strom durchflossen wurde, bestimmt. 1899 schied K. bei Siemens & Halske aus und wurde Direktor bei der Aktiengesellschaft Elektrizitätswerke Wynau in Langenthal (Schweiz), einer von Siemens & Halske errichteten größeren Drehstrom-Wasserkraftanlage. Auf Vorschlag von Wilhelm von Siemens trat K. 1901 als wissenschaftlicher Leiter zur Gesellschaft für drahtlose Telegraphie, System Professor Braun und Siemens & Halske, über. Hier begann eine Zeit bedeutender Erfolge. So entwickelte er einen wirkungsvollen Kohärer, ein Gerät, das auf elektromagnetische Schwingungen anspricht. Ein ausgezeichneter Hörapparat vergrößerte die Telegraphierweiten gegenüber den bis dahin üblichen Schreibapparaten um das dreifache. Das Hauptprinzip dieses Gerätes beruhte darauf, daß eine Graphitspitze auf eine polierte Stahlplatte einwirkte. Er führte auch 1902 den Drehkondensator zum besseren und leichteren Abstimmen von Sender und Empfänger in die drahtlose Telegraphie ein. Jetzt konnte die Länge der elektrischen Wellen kontinuierlich und einfach verändert werden. J. Dönitz konstruierte mit dem Drehkondensator 1903 seinen Wellenmesser. Daß der Drehkondensator schon 1892 von D. Korda (DRP Nummer 72447) erfunden worden war, wußte K. nicht. Ferdinand Braun, der durch die Einführung des nach ihm benannten Senders die drahtlose Telegraphie Marconis wesentlich verbessert hat, lobte in Veröffentlichungen und auch in seinem Nobelvortrag von 1909 die Mitarbeit von K. 1903 schied K. bei Siemens & Halske aus. Anschließend war er literarisch tätig. 1906-09 war er Abteilungschef bei der Firma G. A. Schultze in Berlin-Charlottenburg. Danach wurde er Besitzer einer mechanischen Werkstätte, die Meßgeräte aller Art, wie Fernthermometer und Windmesser, herstellte. Diese Firma wurde 1927 an die Askania-Werke, Berlin-Friedenau, verkauft. Sie wurde als eigene „Abteilung Dr. A. K.“ weitergeführt. Bis 1930 war K. selbst noch in ihr tätig.

  • Werke

    Bestimmung magnet. Momente u. absolute Stromstärke mit d. Waage, in: Ann. d. Physik u. Chemie 31, 1887, S. 23;
    Apparat z. Bestimmung d. magnet. Eigenschaften d. Eisens in absolutem Maß mit direkter Ablesung v. Siemens & Halske, in: Elektrotechn. Zs. 15, 1894, S. 214-16;
    Hochspannungskabel d. Fa. Siemens & Halske (9 000 Volt üb. 450 Meter Länge), ebd. 20, 1899, S. 282 f.;
    Spielt die Erde b. d. drahtlosen Telegraphie e. wesentliche Rolle?, in: Dinglers Polytechn. Journal 84, 1903, S. 385-88;
    Über Resonanzschwierigkeiten b. d. drahtlosen Telegraphie, ebd., S. 625-27, 645-47;
    Bestimmung v. Kapazität u. Selbstinduktion vermittels sehr schneller elektr. Schwingungen, ebd. 85, 1904, S. 209-12 (hier auch Hinweis auf d. Drehkondensator, der bereits unter Bezugnahme auf K. v. J. Dönitz in Elektrotechn. Zs. 24, 1903, S. 920-25 übernommen u. eingesetzt wurde);
    Üb. e. neue Methode z. Analyse v. Gasgemischen auf elektr. Wege, in: Zs. f. chem. Apparatenkde. 3, 1908, Nr. 16, S. 377-82, Nr. 17, S. 401-06.

  • Literatur

    Elektrotechn. Zs. 47, 1926, S. 373 (P);
    Siemens-Mitt. 80, Mai 1926, S. 22;
    ebd. 145, Okt. 1933, S. 46 (P);
    Der Radio-Amateur 4, 1926, S. 262 f. (P);
    Berlin am Morgen v. 26.3.1931, S. 8;
    Pogg. IV-VII a.

  • Autor/in

    Herbert Goetzeler
  • Empfohlene Zitierweise

    Goetzeler, Herbert, "Köpsel, Adolf" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 372 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136130631.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA