Lebensdaten
1806 bis 1882
Beruf/Funktion
preußischer Generalleutnant ; Festungsbauinspektor in Swinemünde und Königsberg ; stellvertretender Generalinspekteur des Ingenieurkorps und der Festungen
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 136067999 | OGND | VIAF: 80475035
Namensvarianten
  • Kleist, Franz Wilhelm von
  • Kleist, Franz von
  • Kleist, Franz Wilhelm von

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Zitierweise

Kleist, Franz von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136067999.html [23.04.2021].

CC0

  • Leben

    Kleist: Franz Wilhelm von K., königlich preußischer Generallieutenant, am 19. September 1806 zu Körbelitz bei Magdeburg geboren, der Sohn eines Majors im Ingenieurcorps, trat am 1. October 1823 bei der 3. Pionierabtheilung zu Magdeburg in die nämliche Waffe, wurde aber erst am 1. April 1829 Officier und seit 1833 im Festungsbaudienste verwendet, in welchem er während seiner ganzen Dienstzeit fast ausschließlich thätig gewesen ist. Er war einer der erfolgreichsten Mitarbeiter an den Werken der neupreußischen|Befestigungsart, deren Gedanken und Einrichtungen er besonders in Swinemünde, wo er von 1852 bis 1857, und in Königsberg, wo er von 1857 bis 1861 Festungsbaudirector war, verwirklicht hat. Sein Aufstieg in höhere Dienstgrade blieb zunächst, wie er zu Anfang gewesen war, sehr langsam; erst 1847 wurde er Hauptmann, 1856 Stabsofficier, bei der Mobilmachung für den Krieg gegen Oesterreich im J. 1866 Generalmajor. An diesem Feldzuge, vor dessen Beginne er Inspecteur der 2. Festungsinspection zu Berlin war, nahm er als 1. Ingenieurofsicier beim Generalcommando des V. Armeecorps unter Steinmetz theil. Dann wurde er Inspecteur der 1. Ingenieurinspection zu Berlin und bei Ausbruch des Krieges gegen Frankreich als Ersatz für den anderweit verwendeten General v. Kameke (s. oben S. 26) stellvertretender Generalinspecteur des Ingenieurcorps und der Festungen. Als solcher gehörte er dem Großen Hauptquartiere an und ordnete namentlich die zur Einschließung von Paris erforderlichen Arbeiten bis General v. Kameke zurückkam und die Oberleitung des Ingenieurangriffs übernahm. Im März 1871 aus Gesundheitsrücksichten heimgekehrt, trat K. am 16. September d. J. in den Ruhestand und starb am 26. März 1882 zu Berlin im Hause seines Schwiegersohnes, des Generals v. Biehler (s. A. D. B. XLVI, 543). K. war adelig geboren, sein Vater legte später, durch Familienverhältnisse bewogen, den Adel nieder, dem Sohne wurde 1860 gestattet, ihn wieder aufzunehmen.

    • Literatur

      H. v. Löbell, Jahresberichte über die Veränderungen und Fortschritte im Militärwesen, IX. Jahrg. Berlin.

  • Autor/in

    B. v. Poten.
  • Empfohlene Zitierweise

    Poten, Bernhard von, "Kleist, Franz von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 51 (1906), S. 190-191 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136067999.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA