• Genealogie

    V August, Kaufmann in Altenburg;
    M Eleonore Hartz;
    2) K. Ch. Vogel (1855–1910) aus Guben, Schulrektors-T;
    2 S, 2 T aus 2).

  • Leben

    Wegen Burschenschaftspolitik in Leipzig relegiert, promovierte B. in Jena, assistierte dann ein Jahr bei Jos. Skoda in Wien, praktizierte 1847-55 in Berlin, privatisierte dann bis 1859, war drei Jahre 2. Arzt in der Heil- und Pflegeanstalt Siegburg und später Arzt am Berliner Waisenhaus bis zur Gründung des Privat-Asyls am Fuße des Siebengebirges in einem Kloster in Pützchen bei Bonn 1866 (später Privat-Irrenanstalt genannt). Diese Anstalt verkaufte B. 1890 an Dr. C. Gudden. Literarisch ist er als Freund Ernst Haeckels durch Aufsätze und Bücher monistischen Inhalts hervorgetreten, die sich geistig an die Philosophie Carl Görings anschlossen, der seinerseits von F. E. Beneke und F. A. Trendelenburg herkam: Im wesentlichen neubelebter Locke-Standpunkt. B. war eifriger polemischer Mitarbeiter an der liberalen|Deutschen Allgemeinen Universitäts-Zeitung (Herausgeber K. Küster) und Mitglied des 1867 gegründeten Psychiater-Vereins der Rheinprovinz, sowie Herausgeber und Mitarbeiter an der Allgemeinen Zeitschrift für Psychiatrie.

  • Werke

    Weitere W Benützung d. ersten Lebenstage d. Säuglings, 41853;
    Die Ärzte in d. Concurrenz, 1855;
    Was ist Empfindung?, 1881;
    Die menschl. Sittlichkeit als soziales Ergebnis d. monist. Weltanschauung, 1899.

  • Literatur

    Pagel (W);
    BLÄ I, 1929 (W), Erg.-Bd., 1935 (L).

  • Autor/in

    Werner Leibbrand
  • Empfohlene Zitierweise

    Leibbrand, Werner, "Besser, Leopold" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 182 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116154799.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA