Berwerth, Friedrich Martin

Petrograph, * 16.11.1850 Schäßburg (Siebenbürgen), 22.9.1918 Wien. (lutherisch)

  • Genealogie

    V Apotheker; Emmy Frankel (1860–1936); 2 S,1 T.

  • Leben

    Nach naturwissenschaftlichen Studien in Wien, Graz und Heidelberg habilitierte sich B. 1888 in Wien, wurde 1897 Leiter, 1904 Direktor der mineralogisch-petrographischen|Abteilung des Naturhistorischen Hofmuseums und 1907 ordentlicher Professor. - B. war durch seine Arbeiten zur Petrographie und Kristalloptik, vor allem aber durch seine Meteoritenstudien in ganz Europa bekannt und unter Fachleuten geschätzt. Gemeinsam mit A. von Loehr (1847–1917) gründete er die „Wiener mineralogische Gesellschaft“. Er gehörte zu jenen Petrographen, die trotz ihrer rein wissenschaftlichen Berufstätigkeit und Neigungen bewußt Anschluß an die Technik und Praxis suchten. Der Petrographie Österreichs gewann er eine beachtliche Anzahl junger Forscher, die später im Wirtschaftsleben oder im Hochschulbetrieb großen Einfluß hatten.

  • Werke

    u.a. Mikroskop. Strukturbilder d. Massengesteine, 1895; Die Meteoritenslg. d. Naturhist. Hofmus. als Born d. Meteoritenkde., 1918; verschiedene Aufsätze in: Wiener mineralog. Mitt., Zs. f. Kristallogr., SB d. Ak. d. Wiss. Wien; s. a. Pogg. V.

  • Literatur

    Alm. d. Ak. d. Wiss. Wien, 1919, S. 135-38; F. Becke, in: Tschermaks mineralog. u. petrogr. Mitt., Bd. 35, Wien 1922, S. 4; ders., in: Mitt. d. Wiener mineralog. Ges., Nr. 81, 1921; DBJ II (Totenliste 1918, L).

  • Autor

    Josef Gicklhorn
  • Empfohlene Zitierweise

    Gicklhorn, Josef, "Berwerth, Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 173 f. [Onlinefassung]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd116150424.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

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