• Genealogie

    V Zimmermaler.

  • Leben

    Anfänglich als Malergehilfe tätig, trat A. 1901 als Kanzleigehilfe in die Verwaltung des Wiener Allgemeinen Krankenhauses und ging als Adjunkt in den Ruhestand. - Nach belanglosen lyrischen und ersten epischen Versuchen fand seine Wiener Geschichte „Schackerl“ (1912) berechtigte Anerkennung. Auch im Dramatischen war er nicht ungeschickt; daneben betätigte er sich als ständiger Mitarbeiter der Wiener „Arbeiterzeitung“. Als Schilderer der wirtschaftlichen und seelischen Nöte des Arbeiters und Kleinbürgers ist A. wegen seiner zumeist natürlichen Diktion und lauteren Gesinnung eine bemerkenswerte und liebenswürdige literarische Erscheinung.

  • Werke

    u. a. Lyrisches, Wien 1897;
    Haus Nr. 37, Ein Wiener Roman, Wien 1908;
    Schackerl, Eine Wiener Geschichte, Wien 1912;
    Töchter, Ein Wiener Roman, Wien 1914 (Bauernfeldpreis, ins Englische übers., 1922);
    Am 1. Mai, Eine Tragikomödie der Arbeit aus Friedenstagen, Wien 1919;
    Von früher und heute, Wiener Skizzen, Wien 1924.

  • Literatur

    Nekrolog zu Kürschner, Lit.-Kal., 1901–35, 1936;
    H. Giebisch-L. Pichler-K. Vancsa, Kleines österr. Lit.-Lex., Wien 1948, S. 2;
    Nagl-Zeidler IV, 1937, S. 1155 f. u. 1550 f. (P);
    Arbeiterztg., Wien, 23.11.1931;
    Drei Briefe: 1915-1920-1925, Aus d. Nachlaß, ebenda, 23.4.1933;
    Kosch, Lit.-Lex., I, S. 12.

  • Autor/in

    Kurt Vancsa
  • Empfohlene Zitierweise

    Vancsa, Kurt, "Adolph, Karl" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 87 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd123217687.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA