Lebensdaten
1710 bis 1773
Geburtsort
Salzburg
Sterbeort
Salzburg
Beruf/Funktion
Maler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 137736789 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Keutschach, Johann Ernst von
  • Ceutschach, Johann Ernst von

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Zitierweise

Keutschach, Johann Ernst von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137736789.html [18.09.2019].

CC0

  • Genealogie

    Aus verarmtem Kärntner Adelsgeschl., zu d. EB Leonhard v. Salzburg ( 1519) gehört;
    V Joh. Siegmund (* 1674), S d. Wolf Sigmund u. d. Bauern-T Christine Plankart;
    M Elisabeth Freiin v. Sichel;
    Maria Franciska v. Ostrawsky ( 1777); kinderlos. - K. war Letzter s. Geschl.

  • Leben

    1748 wurde K. salzburgischer Hofkammerrat und Baudirektor. Als solcher beaufsichtigte er 1748 Arbeiten im Garten von Schloß Hellbrunn und entwarf 1750 einen Riß für den Hochaltar der Pfarrkirche in Talgau. Nach dem Wechsel auf dem erzbischöflichen Stuhl (1753) behielt K. seinen Posten, wurde aber durch den vom neuen Fürsterzbischof geförderten J. Elias von Geyer verdrängt. Nur wenige seiner Bilder sind erhalten. Vier Guaschen (1749) im Salzburger Museum Carolino Augusteum zeigen eine originelle Umwandlung italienisch orientierter Architekturphantasien. Die bunt kolorierten Szenerien mögen von G. Galli Bibienas 1740 erschienenen ‚Prospekten' angeregt worden sein. Das Motiv der ‚macchiette', kleine Figuren in großen Architekturkompositionen, wird in einer ‚Bibliothekshalle mit Studierendem' in eine lokale Formensprache transponiert. Das Gegenstück, eine ‚Apotheke' mit um den Herd Hantierenden, erinnert in seiner inventarischen Bestandsaufnahme daran, daß in Salzburg im selben Jahr eine der letzten Arzneitaxen des deutschen Sprachraumes erschien. In den beiden anderen Bildern werden die Architekturstücke zum theatralischen Rahmen (2 Krieger reichen Artemisia die Schale; Tod der Kleopatra in einer Ruinenhalle). Daneben ist der 1747 entstandene Pergament-Codex mit Kopien der Wappen von Hohensalzburg im Stift Sankt Peter die|einzige noch erhaltene Arbeit. Eine Wappenrolle im Schloß Ursprung (1759) ist seit 1913 verschollen. Ob K. auch als „Landschaftsmaler in Miniatur“ tätig war, wie seit Pillwein behauptet wird, ist nicht mehr feststellbar.

  • Literatur

    Schematismus (d. Salzburger Hofes), Salzburg 1749-71;
    A. Hahnl, Stud. zu Wolfgang Hagenauer (1726–1801), phil. Diss. Salzburg 1969, S. 18 f., 28 (L);
    B. Pillwein, Biograph. Schilderung od. Lex. Salzburg. … Künstler, 1821, S. 112 f.;
    Wurzbach XI (L);
    ThB (L). - Eigene Archivstud.

  • Autor/in

    Thomas Zaunschirm
  • Empfohlene Zitierweise

    Zaunschirm, Thomas, "Keutschach, Johann Ernst von" in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 561 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137736789.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA