Lebensdaten
1604 bis 1667
Geburtsort
Delft
Sterbeort
Köln
Beruf/Funktion
Maler
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 1012456528 | OGND | VIAF: 95704780
Namensvarianten
  • Cauenbergh, Christian
  • Kawenbergh, Christian
  • Cauenbergh, Christian
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Zitierweise

Kawenbergh, Christian, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd1012456528.html [31.10.2020].

CC0

  • Leben

    Kawenbergh: Christian K. (Cauenbergh), Maler, geb. zu Delft am 8. Sept. 1604, zu Köln am 4. Juli 1667, war ein Schüler des Jan van Nes und hielt sich dann lange in Italien auf. Nach Delft zurückgekehrt, malte er daselbst mehrere große historische Bilder, die sich durch richtige Zeichnung und schönes Colorit, besonders im Nackten, empfahlen. Auch in Ryswick sah man Arbeiten von ihm. 1655 ließ er sich in Köln nieder; am 13. Juli dieses Jahres findet sich „Christian Cauenbergh“ bei der dortigen Malerzunft eingeschrieben. In Köln malte er viele Familienbildnisse der Vornehmen jener Zeit, welche er, dem damaligen Geschmacke folgend, in mythologische Gestalten einkleidete. Das städtische Museum besitzt von seiner Hand eine Maria mit dem Kinde nebst dem Stifter und seiner Frau. Descamps nennt ihn „Kristiaen van Kouwenberg“.

    Ihm weit untergeordnet war sein Sohn Aegidius, der am 20. Sept. 1667. gleich nach des Vaters Ableben, in das Zunftbuch der Kölner Maler als selbständiger Meister eingetragen wurde. Die Taufbücher der Columbapfarre nennen mehrere Kinder, die ihm seine Gattin Margaretha Pick schenkte. Seine Gemälde, theils historischen Inhalts, theils Bildnisse, leiden an einer flüchtigen,|mißfälligen Behandlung und sind hinsichtlich der Zeichnung voller Verstöße. Er arbeitete noch 1691, mit welcher Jahreszahl ein großes Bild von seiner Hand: „Das Martyrium des hl. Sebastian“, versehen ist.

    • Literatur

      Descamps, Vie d. peintr. II. 78—79. Merlo, Nachrichten von Köln. Künstl. Urkunden.

  • Autor/in

    J. J. Merlo.
  • Empfohlene Zitierweise

    Merlo, J. J., "Kawenbergh, Christian" in: Allgemeine Deutsche Biographie 15 (1882), S. 511-512 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd1012456528.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA