Lebensdaten
1822 bis 1884
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Adlershof bei Berlin
Beruf/Funktion
Chemieindustrieller
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 13770755X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kahlbaum, Wilhelm

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Zitierweise

Kahlbaum, Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13770755X.html [14.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Carl Aug. Ferd. (1794–1872), Branntweinbrenner, Begr. d. Chem. Fabrik, S d. Brauers Joh. Frdr. Wilhelm in Zehdenick;
    M Rosine Dorothee, T d. Schlächtermeisters Joh. Christoph Tietz in B.;
    Berlin 1846 Elisabeth (1828–1914), T d. Ludwig Schulz (1794–1858), Ratszimmermeister u. Bauunternehmer in B., u. d. Emilie Friederike Richter;
    S Georg (s. 1), Johannes (1851–1909), KR, seit 1884 alleiniger Bes. d. Fa., T Marie ( Heinrich v. Kummer, 1841–1924, preuß. Gen.-Lt.), Margarete ( Albert Petruschky, Konteradmiral, Dir. d. Kaiser-Wilhelm-Kanals).

  • Leben

    K. übernahm 1847 die von seinem Vater 1818 in Berlin in der Münzstraße gegründete „Spritreinigungsanstalt und Likörfabrik“. Seit 1859 begann er, die kleine Fabrik zu einem modernen Großbetrieb umzugestalten. Aufgrund der Untersuchungen über die Spiritusdestillation im Labor A. W. von Hofmanns und durch diesen selbst angeregt, gründete er 1870 eine weitere chemische Fabrik in der Schlesischen Straße im Südosten Berlins. Hier wurde ein wissenschaftliches Labor großen Stils eingerichtet, in dem reine und zuverlässige Laboratoriumspräparate und Industriechemikalien dargestellt werden konnten. Diese haben den Namen des Unternehmens in der gesamten chemischen Welt bekannt gemacht. Nach K.s Tod setzte sich der Aufstieg – seit 1879 unter der Leitung des Sohnes Johannes – stetig fort. 1884 begann die Verlegung des Werks nach Adlershof, die 1890 abgeschlossen wurde. 1927 gingen die Anlagen in den Besitz der Schering AG über, die von diesem Zeitpunkt an als Schering-Kahlbaum AG firmierte.

  • Literatur

    Berr. d. dt. chem. Ges. 17, 1884, S. 1582, 3048, 42, 1909, S. 3560, 4919, 51, 1918, S. 13, 206;
    Kahlbaum-Vademecum f. d. ärztl. Laboratorium, 1929;
    F. Wilcke, Von d. Chem. Fabrik C. A. F. Kahlbaum zum Werk Adlershof d. Schering AG, in: Schering-Bll. 1941, Nr. 3, S. 30-35 (P);
    H. Holländer, Gesch. d. Schering AG, 1955, S. 49-57;
    K. Pomplun, in: Berliner Morgenpost v. 26.11.1972.

  • Autor/in

    Michael Engel
  • Empfohlene Zitierweise

    Engel, Michael, "Kahlbaum, Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 24 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13770755X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA