Lebensdaten
1634 bis 1711
Geburtsort
Vernich/Erft
Sterbeort
Ehrenbreitstein
Beruf/Funktion
Erzbischof und Kurfürst von Trier
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 11871239X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Johann Hugo
  • Johann Hugo von Orsbeck
  • Johann VIII. Hugo
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Zitierweise

Johann Hugo, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11871239X.html [20.06.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus Jülicher Adelsgeschl., das mit J. ausstarb;
    V Wilhelm ( 1648), kaiserl. Oberstwachtmeister, S d. Dietrich u. Cäcilia v. d. Bongart-Heiden;
    M Maria Catharina ( 1666), T d. Damian v. d. Leyen (1583–1639), kurtrier. Amtmann, Statthalter in Trier, u. Anna Katharina Waldbott v. Bassenheim;
    Om EB Karl Kaspar v. Trier ( 1676);
    B Joh. Friedrich ( 1696), kaiserl. Gen.;
    Schw Anna Antoinetta ( Eberhard v. Kesselstatt, kurtrier. GR u. Statthalter);
    N Carl Caspar v. K. ( 1723), Dompropst zu Trier, Hugo Wolfgang v. K. ( 1738), Dompropst zu Mainz, Lothar Adolf Edmund v. K. ( 1712), Gen.vikar u. Dompropst zu Speyer, Chorbischof zu Trier.

  • Leben

    Nach erster Ausbildung in Köln und Mainz war J. 1652-55 im Collegium Germanicum in Rom, woran sich weitere Studien in Paris und Pont-à-Mousson anschlossen. In Rom hat man seiner Moral und Befähigung, daneben auch seiner musikalischen Veranlagung beste Zeugnisse ausgestellt. Seit 1651 in Trier Domizellar, wurde er nach der Subdiakonatsweihe 1657 Kapitular in Trier und Speyer und bereits 1660 in Speyer Domdechant. Von seinem Onkel Karl Kaspar von Trier verschiedentlich als Diplomat eingesetzt, wurde er am 7.1.1672 dessen Koadjutor. Schon am 16.7.1675 in Speyer zum Fürstbischof gewählt, trat er mit Karl Kaspars Tod am 1.6.1676 dessen Nachfolge in Trier an.

    J. übernahm die reichsfürstl. Ämter während des durch den Angriff Ludwigs XIV. von Frankreich auf Holland ausgelösten europ. Krieges, der den ihm zufallenden Ländern an Rhein und Mosel schweren Schaden zufügte. Zwar waren die Franzosen 1675 durch Truppen des Reichs aus der Stadt Trier und anderen von ihnen besetzten Teilen des Erzstifts vertrieben worden, 1676 mußten sie auch die ihnen 1648 überlassene rechtsrhein. Feste Philippsburg bei Speyer aufgeben, aber der Krieg dauerte noch bis 1679, und wenn der Friede von Nymwegen das franz. Besatzungsrecht in Philippsburg aufhob, so erstreckte sich die bald darauf einsetzende Reunionspolitik Ludwigs XIV. auch auf bis|dahin speyer. und trier. Gebiete. Proteste J.s nützten ebensowenig wie der Versuch, durch Unterstützung der franz. Forderungen bei den Konferenzen in Frankfurt und Regensburg sich und seinen Landen Erleichterung zu verschaffen. Im selben Jahre 1684, in dem er zu dem den größten Teil der Reunionen provisorisch anerkennenden Regensburger Stillstand beitrug, mußte er es erleben, daß die Befestigungen der Stadt Trier durch franz. Pioniere niedergelegt wurden, und in den nächsten Jahren sah er bei Traben an der Mosel die Feste Montroyal entstehen, die das obere vom niederen Erzstift trennte und beide beherrschte. Die Erfahrungen dieser Zeit haben J., der seine Pflichten gegen Kaiser und Reich sehr ernst nahm, wohl zu der Überzeugung gebracht, daß nur entschiedener Widerstand gegen den seine Macht immer weiter ausdehnenden Nachbarn die Aufrechterhaltung von Reich und Kur ermöglichen konnte. So hat er, als Ludwig XIV. 1688 mit dem Vormarsch gegen Philippsburg und der Besetzung Kurkölns den sogenannten Pfälz. Krieg eröffnete, sich geweigert, den die Einfahrt von der Mosel in den Rhein sperrenden Ehrenbreitstein zu neutralisieren, und sich auch durch ein große Teile der Stadt Koblenz zerstörendes Bombardement nicht einschüchtern lassen. Die Folge war freilich zuerst nicht nur die neuerliche Besetzung großer Teile seiner Lande durch den Gegner, sondern 1689 auch die planmäßige Zerstörung zahlreicher Orte, darunter Speyer, Oberwesel, Boppard, Kochem, Bernkastel, Monreal, Mayen und Wittlich. Wieder folgten langen Kriegsjahre, in denen J., teilweise mit einer von ihm selbst aufgestellten Streitmacht, Ehrenbreitstein und Koblenz zu sichern wußte, im übrigen aber ohnmächtig der Belastung seiner Untertanen mit Durchzügen, Einquartierungen und Kontributionen zusehen mußte. Trotzdem scheiterten von franz. Seite 1692/93 unternommene Versuche, ihn, der wegen der Errichtung einer 9. Kur für das prot. Hannover in Gegensatz zu Wien geraten war, zum Mittelpunkt einer Friedenspartei im Reich zu machen. Er hatte dann die Genugtuung, daß Frankreich im Frieden von Rijswijk 1697 auf alle reunierten trier. und speyer. Gebiete verzichten mußte und der Montroyal verschwand. Doch das neue Jahrhundert brachte mit der Eröffnung der span. Erbfolgefrage neuen europ. Krieg. Wenn J. anfangs auch den Plan verfolgt zu haben scheint, durch das Angebot des Verzichts auf seine Metropolitanrechte über Metz, Toul und Verdun Frankreich von Operationen gegen Trier abzubringen, so verband er sich doch gleichzeitig eng mit den Mächten der sich bildenden antifranz. Allianz. Mit dem Kaiser schloß er am 19.10.1701 ein Bündnis zur Sicherung des Reichs und der rhein. Lande, das auf die Bildung einer Assoziation der westdeutschen Reichskreise zur Abwehr franz. Angriffe einwirkte, ihm folgten im Mai 1702 Abmachungen mit Holland und England, durch die er Subsidien zur Aufrüstung erhielt. Diese Verträge konnten die neuerliche Besetzung der Stadt Trier und großer Teile des Erzstifts durch die Franzosen nicht verhindern, und nur vorübergehend hat nach der franz. Niederlage von Höchstädt Marlborough sie befreit. Eine Wendung, die Kurstaat und Fürstbistum wirklich sicherstellte, scheint J. in der Folgezeit weniger von Kaiser und Reich, als von den Seemächten erwartet zu haben, von denen die Holländer ihrerseits daran dachten, die Pläne einer ihr Land schützenden Barriere bis zur Mosel auszudehnen. Stellte J. den Engländern nach längeren Verhandlungen eines seiner Bataillone zur Verfügung, so schloß er im Okt. 1709 mit dem Holländer Rechteren ein Abkommen, nach dem die enge militärische und finanzielle Verbindung zwischen den beiden Partnern nicht nur für diesen, sondern auch für einen künftigen Krieg gelten sollte. Zur Ratifikation ist es nicht mehr gekommen, wohl weil der kränkelnde Fürst die letzte Entscheidung seinem Nachfolger überlassen wollte. Wenige Monate nach der Wahl des von Wien empfohlenen Prinzen Karl Joseph von Lothringen zum Koadjutor im Sept. 1710, 3 Jahre vor dem für Trier und Speyer nichts verändernden Friedensschluß, ist J. gestorben.

    Abgesehen von unbewiesenen Verdächtigungen, daß er für sich und für die Familien seiner Schwestern finanziell zu sorgen suchte, ist er von Zeitgenossen und Nachwelt günstig beurteilt worden. Wenn man im Reich, dem er auch als Kammerrichter in Wetzlar diente, seinen Patriotismus anerkannte und wenn Marlborough ebenso wie holländ. Diplomaten ihm als Menschen wie als Politiker ein gutes Zeugnis ausstellten, so wird er selbst in einer franz. Instruktion als einer der aufgeklärtesten Fürsten Deutschlands bezeichnet. Daß trotzdem seine Leistungen als Landesfürst begrenzt blieben, war sicher einmal die Folge der ständigen Kriegswirren, daneben aber wohl auch mangelnder Energie. In den Anfängen seiner Regierung hat er versucht, den Einfluß der in Kurtrier nur aus Klerus und 3. Stand bestehenden Landstände auf die Steuern zu|beseitigen, sich damit aber ebensowenig durchgesetzt wie mit Vorschlägen einer grundlegenden auf einer Landaufnahme beruhenden Steuerreform. Die von der Geistlichkeit beanspruchten finanziellen Sonderrechte erkannte er zwar nicht an, doch in Sonderabmachungen mit ihr fand er sich immer wieder zu einer Ermäßigung ihres Anteils an den Zahlungen bereit. Der Verwirrung, die sich dann vor allem seit Beginn des Span. Erbfolgekrieges durch den heftigen Konflikt zwischen den beiden Ständen ergab, von denen der eine Klage bei der Kurie führte, der andere einen Prozeß beim Reichshofrat anstrengte, wußte er nicht Herr zu werden. Immerhin hat er in Verwaltung, Wirtschaft und Wohlfahrt seiner Länder manches erreicht, so hat er u. a. eine Medizinalordnung erlassen und die Grundlagen für ein neues Landrecht geschaffen. Seine kirchlichen Ämter hat er sehr ernst genommen, das religiöse Leben suchte er durch Visitationen und Einführung einer neuen Agende zu beleben, in Speyer wie in Koblenz war er eifrig um die Wiederherstellung und die Förderung der Jesuitenkollegs und -gymnasien bemüht. Galt angesichts der Bedrohung von außen seine besondere Sorge dem Ausbau des Ehrenbreitstein, so hat er sich zugleich Verdienste um die Beseitigung der Schäden in den vom Krieg betroffenen Orten erworben. Bemerkenswert ist die Art der Wiederherstellung der 1688 zerstörten Teile von Koblenz; hier wie auch bei anderen Bauten fand die Kunst des Barock in Kurtrier Eingang, was wohl dem Einfluß tüchtiger Baumeister, zunächst des aus Italien stammenden Sebastiani, dann des Niederländers Ravensteyn, auf J. zuzuschreiben ist.

  • Literatur

    ADB 14;
    Ch. v. Stramberg, Rhein. Antiquarins II, 1, 1845;
    F. X. Remling, Gesch. d. Bischöfe v. Speyer II, 1854;
    J. Marx, Gesch. d. Erzstifts Trier V, 1864;
    J. Leonardy, Gesch. d. Trier. Landes u. Volkes, 1870;
    H. F. Macco, Btrr. z. Gesch. u. Geneal. rhein. Adelsfam. I, 1884;
    A. Steinhuber, Gesch. d. Collegium Germanicum Hungaricum in Rom I, 21906 (P);
    G. Kentenich, Gesch. d. Stadt Trier, 1915;
    M. Braubach, Kurtrier u. d. Seemächte während d. Span. Erbfolgekrieges, in: HJb. 57, 1937, wieder in: Diplomatie u. geistiges Leben im 17. u. 18. Jh., Ges. Abhh., 1969;
    W. Loch, Die kurtrier. Landstände während d. Regierungszeit d. Kf. J. H. v. O. u. Karl Joseph v. Lothringen (1676–1715), Diss. Bonn 1950 (ungedr.);
    H. Weber, Frankreich, Münster u. Kurtrier 1692–93, in: Spiegel d. Gesch., Festgabe f. M. Braubach, 1964;
    R. Pillorget, Jean-Hugues d'Orsbeck, Électeur de Trèves, et la Politique des Réunions 1678–88, in: Revue d'hist. diplomatique 79, 1965;
    Recueil des Instructions aux Ambassadeurs et Ministres de France 28, États Allemands 3, L'Électorat de Trèves, hrsg. v. G. Livet, 1966.

  • Portraits

    Gem. v. J. B. de Rüll (Koblenz, Mittelrhein-Mus.);
    v. unbek. Meistern (Bonn, Rektorat d. Univ.), a. d. J. 1701 (Trier, Bischöfl. Generalvikariat, Schloß Bürresheim);
    Kupf. v. L. Heckenauer, Abb. b. Steinhuber, Tafel X, s. L.

  • Autor/in

    Max Braubach
  • Empfohlene Zitierweise

    Braubach, Max, "Johann Hugo" in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 540-542 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11871239X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Johann VIII. Hugo, Erzbischof und Kurfürst von Trier, 1676—1711, stammte aus dem freiherrlichen Geschlechte von Orsbeck und war bereits unter dem 6. Jan. 1672 von seinem Oheim, dem Erzbischof Karl Kaspar von der Leyen, zu dessen Coadjutor und Nachfolger angenommen worden. Nach dessen am 1. Juni 1676 erfolgten Tode bestieg er. 42 Jahre alt, den erzbischöflichen Stuhl. Wohl selten ist einem Regenten eine schwierigere Ausgabe gestellt gewesen, als ihm; er sollte sein durch die voraufgegangenen Kriege verwüstetes und verarmtes Land wieder in die Höhe bringen und dabei fielen in seine Regierungszeit drei der größten und verheerendsten Kriege, in deren Verlaufe auch das Erzstift von neuem schwer heimgesucht wurde: der holländische Krieg Ludwigs XIV. in seinem letzten Abschnitt bis 1679, der sogenannte Orleans'sche Krieg, der zu den furchtbarsten Raub- und Verheerungskriegen zählt, von denen die Geschichte weiß, von 1689—1697, und der spanische Erbfolgekrieg von 1701 an. Kurfürst J. mußte, so ungern er es that, seine Regierung|mit einer Neubelastung seines Landes beginnen; er forderte von den im Spätsommer 1676 nach Coblenz berufenen Landständen 150 000 Thaler, erhielt aber nur 86 000 Thaler, da das Land zur Aufbringung einer größeren Summe zu arm sei. Von den berüchtigten "Reunionen", die Ludwig XIV. von 1680 an betrieb, wurden auch beträchtliche Gebiete und namhafte Ortschaften des Erzstifts Trier in Anspruch genommen. J. protestirte beim Kaiser Leopold unterm 22. Juli 1680 und rief den Schutz des Reiches gegen diese alles Recht verhöhnenden Gewaltthaten an, aber bei den damaligen Zuständen des deutschen Reiches und der zwieträchtigen Politik der deutschen Reichsfürsten ohne Erfolg. Im Juni des J. 1684, nach der Eroberung von Luxemburg, richtete der französische Marschall Crequi die Aufforderung an den Kurfürsten, die Befestigungsmerke der Stadt Trier schleifen und die Gräben ausfüllen zu lassen, widrigenfalls er dies durch seine eigenen Leute ausführen lassen werde. Letzteres geschah in der That kurz darauf und die Franzosen hielten Trier bis zum 12. Juli besetzt. Als Ludwig XIV. durch den Abschluß der gegen ihn gerichteten sogenannten Augsburger Ligue im J. 1686 sich veranlaßt sah, dem Kaiser den Krieg zu erklären und ein Heer von 80 000 Mann gegen die Pfalz, das Erzstift Trier und die Rheinlande zu entsenden, fiel Trier abermals in die Hände der Franzosen und gegen Ende des Jahres war das ganze Erzstift mit Ausnahme von Coblenz in ihrer Gewalt. Letztere Stadt erfuhr eine kurze Belagerung und wurde bombardirt, konnte aber nicht eingenommen werden. Die schlimmsten Verheerungen und Ausplünderungen erlitt das Erzstift in dem wenige Jahre nachher ausbrechenden orleans'schen Kriege, da die Mordbrennereien Louvois' in der Pfalz von den französischen Generalen auch an der Mosel vollführt wurden. So gingen Cochem, Mayen, Wittlich, Pfalzel und Ehrang in Flammen auf und Trier wurde nur wie durch ein Wunder vor dem gleichen Schicksale, zu dem es Louvois ausdrücklich verurtheilt haben soll, bewahrt. Der für die Verbündeten unglückliche Ausgang der Hauptschlachten dieses Krieges bei Fleurus, Steenkerken und Neerwinden verschuldete es, daß das Erzstift während des ganzen Krieges in der Gewalt der Franzosen blieb. Mitten im Kriege, am 24. Jan. 1690, fand zu Augsburg die Wahl des erst 11jährigen Joseph, des Sohnes Kaiser Leopolds I. zum römischen Könige statt, an welcher J. in Person Theil nahm. Als im J. 1692 sich im deutschen Kurfürstencollegium Zwiespalt über die von dem Kaiser errichtete und dem Herzoge Ernst August von Hannover übertragene neunte Kurwürde erhob, finden wir J. H. mit Köln und Pfalz in der Minderheit, welche gegen diese Einrichtung protestirte. Nach dem Beginne des spanischen Erbfolgekrieges war der Kurfürst durch ein am 8. Mai 1702 mit der Königin Anna von England und den Generalstaaten abgeschlossenes Bündniß, auf Grund dessen seinem Lande und namentlich der Stadt Trier der möglichste Schutz zugesichert worden war, der großen Allianz gegen Frankreich beigetreten, aber seine Hoffnung, dadurch sein Land am besten vor feindlicher Besetzung zu bewahren, erwies sich als eitel. Schon im October des Jahres 1702 bemächtigten sich die Truppen des französischen Generals Tallard der Stadt Trier, die nun von neuem allen mit einer französischen Occupation jener Zeit verbundenen Drangsalen und Erpressungen verfiel. Erst nach dem Siege von Höchstädt wurde Trier, Ende October 1704, nebst dem ganzen Mosellande durch den Herzog von Marlborough, freilich nur auf kurze Zeit, von den Franzosen befreit. J., der während der großen politischen und kriegerischen Begebenheiten seiner Zeit nur wenig Gelegenheit gehabt, persönlich hervorzutreten, nahm am 24. September 1710 einen Coadjutor in der Person des Bischofs Karl Joseph von Osnabrück und Olmütz, zweiten Sohnes des Herzogs Karl von Lothringen,|an und starb bald nachher, am 6. Januar 1711, zu Coblenz, 77 Jahre alt, nach 35jähriger freudloser Regierung.

    • Literatur

      Gesta Trevirorum etc. — Leonardy, Geschichte etc.

  • Autor/in

    Endrulat.
  • Empfohlene Zitierweise

    Endrulat, Bernhard Ferdinand Julius, "Johann Hugo" in: Allgemeine Deutsche Biographie 14 (1881), S. 428-430 unter Johann VIII. Hugo [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11871239X.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA