Lebensdaten
1592 bis 1642
Geburtsort
Stettin
Sterbeort
Bremen
Beruf/Funktion
reformierter Theologe
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 123977185 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Berg, Conrad
  • Bergius, Konrad
  • Bergius, Conrad
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der GND - familiäre Beziehungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Bergius, Conrad, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd123977185.html [25.06.2019].

CC0

  • Genealogie

    B Johann s. (2);
    1) Frankfurt/Oder 9.8.1624 Anna Sabina (in 2. Ehe verheiratet 1647 mit Felix Haustedt, 1598–1652, Prediger an St. Ansgar in Bremen), T des Professors der Medizin Samuel Scharlach in Frankfurt/Oder und der Anna Chemnitia aus Cölln/Spree.

  • Leben

    B., sorgfältig von seinem Bruder erzogen und beraten, studierte in Danzig Philosophie und Theologie (J. Fabricius und B. Keckermann) und wurde 1624 an Stelle seines Bruders Professor in Frankfurt. Weil er einen Ausgleich der Konfessionen für möglich hielt, wurde er von dem persönlich liebenswerten, aber in der Lehre erstarrten Nicolaus Hunnius, Superintendenten in Lübeck, scharf angegriffen und der Begünstigung der Papisten bezichtigt. Trotz einer Gegenerklärung B.' beschuldigte ihn auch M. Hoë der Indifferenz und Gottlosigkeit, wurde aber von B.' Bruder Johann der groben Verdrehung überführt. Indessen wirkte B. seit 1628 als Nachfolger von Ch. Chytraeus an St. Ansgarii in Bremen. - In seiner „Grund- und Hauptsumma des wahren Christentums“ (Frankfurt 1627, 1633 ergänzt durch eine Widerlegung des Hunnius und 1659 die Praxis divini Canonis contra haereses) führt B. aus, das Wesen des Christentums liege in der Furcht Gottes, Liebe aus reinem Herzen und ungefärbtem Glauben, nicht in viel Lehren, sondern im Leben der erkannten Lehre, Verketzerung sei satanisch. Die Schrift ist dadurch von Bedeutung, daß B. in ihr - wie sein Bruder Johann - nicht die Differenz, sondern die Gemeinsamkeit des Glaubens betont und nicht unselig Glauben und Liebe, Buchstaben und Geist getrennt wissen will. Er vertritt damit echte Toleranz und weitherzige Gläubigkeit.

  • Literatur

    ADB II;
    H. W. Rotermund, Das Gelehrte Hannover I, 1823 (vollst. W-Verz., u. n. 32 Dispulationen üb. d. Aussagen d. Apostol. Bekenntnisses).

  • Autor/in

    Robert Mießner
  • Empfohlene Zitierweise

    Mießner, Robert, "Bergius, Conrad" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 85 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd123977185.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA