Lebensdaten
1789 bis 1870
Geburtsort
Brzeg
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Schauspieler
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 11719929X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Jost, Johann Karl Friedrich
  • Carly
  • Jost, Carl
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Orte

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Zitierweise

Jost, Johann Karl Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11719929X.html [22.02.2019].

CC0

  • Leben

    Jost: Johann Karl Friedrich J., Schauspieler, geb. 1789 in der Nähe von Brieg, am 25. Angust 1870 in München. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Brieg, lernte J. in Breslau als Kaufmann, studirte 10 Monate an der Universität Medicin und machte endlich am Stadttheater daselbst seine ersten Bühnenversuche als Statist. Grüneberg, Gleiwitz und eine ganze Reihe|kleiner Ortschaften Oberschlesiens waren die nächsten Etappen seiner theatralischen Laufbahn, die ihn erst nach Verlauf mehrerer Jahre in größere Städte, so nach Stettin, Danzig. Königsberg, Riga, Bremen und Köln führte. Bei wiederholter Anwesenheit in Königsberg stand J. eine Zeitlang der dortigen Theaterleitung nahe. 1826 wurde er an das Stadttheater zu Hamburg engagirt und entwickelte hier seine bedeutenden Anlagen als Charakterdarsteller zu bemerkenswerther Höhe, die ihn auch andern Theatern, namentlich der Münchener Hofbühne besitzenswerth machte. J. brach daher seinen Contract und ließ sich am 1. April 1837 an dem letztgenannten Institut anwerben, dem er bis zu seinem Tode angehörte. Zum letzten Mal trat er am 11. Mai 1870 als Kammerdiener (Kabale und Liebe) auf. J. der mit großer Wahrheit zu charakterisiren verstand, bewährte seine Talente namentlich in Rollen wie Harpagon, Jago, Shylock, Rath Zabern (Bürgerlich und romantisch), Franz Moor, Ossip, Mephisto etc. Der Schauspieler war zweimal vermählt, das eine Mal mit einem Fräulein v. Bergen, das zweite Mal mit Theophila Neumann, die ihre Zeitgenossen als tüchtige Sängerin kannten.

  • Autor/in

    Joseph Kürschner.
  • Empfohlene Zitierweise

    Kürschner, Joseph, "Jost, Johann Karl Friedrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 14 (1881), S. 576-577 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11719929X.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA