Lebensdaten
1879 bis 1933
Geburtsort
Bad Landeck (Grafschaft Glatz, Schlesien)
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Chirurg ; Urologe
Konfession
jüdisch
Normdaten
GND: 117658693 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Joseph, Eugen

Quellen(nachweise)

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Joseph, Eugen, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117658693.html [17.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Ludwig, Dr. med., prakt. Arzt in Berlin, nebenbei Badearzt in Bad Landeck.

  • Leben

    J. studierte seit 1897 Medizin in Greifswald, Berlin, Breslau und Heidelberg (1902 Promotion bei Czerny über: Die Morphologie des Blutes bei der akuten und chronischen Osteomyelitis). Während der chirurgischen Assistentenzeit bei Czerny in Heidelberg gab er 1903 zusammen mit Voelcker die erste Veröffentlichung über die Chromocystoskopie heraus (Funktionelle Nierendiagnostik ohne Ureterenkatheter, in: Münchener Med. Wschr. 50, 1903, S. 2081–89). Anschließend ging er zu Bier nach Berlin, wo er sich frühzeitig seinem Spezialgebiet, der urologischen Chirurgie, widmete. Nach Habilitation 1910 wurde er 1913 als Leiter der Urologischen Abteilung der Chirurgischen Universitätsklinik Ziegelstraße (Berlin) ao. Professor. Dort hatte er schon 1911 auf Anregung seines Lehrers Bier ein „Lehrbuch der Hyperämiebehandlung akuter chirurgischer Infektionen“ veröffentlicht. Spätere Publikationen befaßten sich vorwiegend mit urologischen Problemen, besonders der Chemo-Therapie der Blasentumoren. Er war Mitherausgeber der Zeitschrift für Urologie seit 1927. –1930 wurde auf seiner Abteilung durch den Amerikaner Stern mit dessen neu erfundenem Prostata-Resektionsgerät die erste Prostataresektion in Deutschland durchgeführt. Nach Entzug der Lehrbefugnis aus rassischen Gründen (4.9.1933) schied er freiwillig aus dem Leben.

  • Werke

    Weitere W u. a. Kystoskop. Technik, 1923, u. d. T.: Lehrb. d. diagnost. u. operativen Cystoskopie, 1929;
    Die Harnorgane im Röntgenbild 1926, 21931;
    Die Geschwülste d. Blase, in: Hdb. d. Urol. V, 1928, S. 167-230;
    Btrr. z. Pyurie (Urol. d. Kindes), in: Archiv f. Kinderheilkde., 1931, R. 2.

  • Literatur

    Fischer;
    Juden im Dt. Kulturbereich, hrsg. v. S. Kaznelson, 1962.

  • Autor/in

    Fritz Schultze-Seemann
  • Empfohlene Zitierweise

    Schultze-Seemann, Fritz, "Joseph, Eugen" in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 625 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117658693.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA