Beissel, Jodokus
- Lebensdaten
- erwähnt 1464, gestorben 1514
- Beruf/Funktion
- Jurist ; Dichter ; Staatsmann
- Konfession
- katholisch
- Normdaten
- GND: 128983434 | OGND | VIAF: 85061525
- Namensvarianten
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- Beißel, Jodokus
- Beißel, Jost
- Beissel, Jost
- Beissel, Jodoc
- Beissel, Jodokus
- Beißel, Jodokus
- Beißel, Jost
- Beissel, Jost
- Beissel, Jodoc
- Beysselius, Jodocus
- Beissel, Jodocus
- Beysselius, Judocus
- Beyssel, Jodocus
- Beiselius, Jodocus
- Beissel, Josse
- Beisselius, Jodocus
- Beissellius, Jodocus
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Beißel, Jodokus (Jost)
Jurist und Dichter, † 1514.
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Genealogie
V Johann (aus der Schöffenlinie), 1477 Rat des Herzogs von Burgund, Generalrentmeister in Limburg, seit 1484 Schöffe und seit 1486 Bürgermeister in Aachen;
M Johanna von Avennes;
⚭ Catharina Speiß; kinderlos. -
Biographie
B. studierte in Löwen, wo er 1464 zum Licentiatus, 1466 zum Dr. jur. utr. und Magister promovierte, und wurde später Geheimer Rat Maximilians I. Von seinem Vater erhielt er den Pryshof in Rabotrade bei Eupen. In einem großen Prozeß gegen den Aachener und Lüttichor Domherren Johann Pail verwickelt, weilte er im eigenen Interesse wie als Vertreter Aachens 1494 am brabantischen Hof in Antwerpen, ebenso 1495/96 in Brüssel; damals erschien in Antwerpen sein Werk „Rosacea tria coronamenta in honorem Annae, Mariae et Jesu versu elegiaco“. Die Fortführung des Prozesses führte ihn 1496 nach Rom. 1505 finden wir ihn bei Maximilian auf dem Reichstag zu Köln. Mit den bedeutenden Männern seiner Zeit, wie Johann Trithemius stand er in Briefwechsel und war ebenso als Redner wie als Dichter und religiöser Schriftsteller bekannt.
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Werke
Weitere W De mysteriis Rosarii;
Dialogum de optimo genere Musicorum;
Gesta Flandrorum;
Jod. Beisselii ad Carolum Virulum de seditione Gandavensi;
De Christiano ambitu;
Epitome Stimuli divini amoris;
Rosarium de Sacramento Altaris;
Orationes elegantissimae;
Epistolae et carmina varia;
eigenhändige Briefe, Prozeßberr. (Stadtarchiv Aachen). -
Literatur
ADB II;
J. Hartzheim, Bibl. Coloniensis, Köln 1747, S. 210;
Ch. Quix, Btrr. z. Beschreibung d. Kreises Eupen, 1837, S. 79 f.;
H. Savelsberg, Aachener Gelehrte, 1906, Nr. 18;
L. v. Coels, Die Lehensregister d. Propsteil. Mahnkammer d. Aachener Marienstiftes 1394-1794, 1952, in: Publ. d. Ges. f. Rhein. Gesch.kde LII (Personen-Register unter „Beyssel“). -
Autor/in
Walter Kaemmerer -
Zitierweise
Kaemmerer, Walter, "Beißel, Jodokus (Jost)" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 22 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd128983434.html#ndbcontent