Lebensdaten
1778 bis 1859
Geburtsort
Osnabrück
Sterbeort
Bremen
Beruf/Funktion
Überseekaufmann ; Reeder
Konfession
lutherische Familie
Normdaten
GND: 136200354 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gruner, August Wilhelm

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Zitierweise

Gruner, August Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136200354.html [13.07.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Christian (1732–87), Dr. iur., osnabrück. Vizekanzleidir. u. Konsistorialrat, S d. Pfarrers Gg. Chrstn. (s. Einl.) u. d. Marie Charl. Margarethe v. Langen;
    M Wilhelmine (1752–1831), T d. Siegfr. Ulrich Baumeister (1695–1770), KR, Senator in Hildesheim, u. d. Ilse Dor. Behrens;
    B Georg (1772–1841), Dr. iur., Oberappellationsrat in Celle, Friedrich (1773–1825), Konsistorialrat in O., Siegfried (1774–1855), Papierfabr. in Gretesch, Justus (s. 2);
    - St. Thomas 1805 Adelgunde (1787–1859), T d. Jost Wilh. v. Scholten, Gen.gouverneur v. Dän.-Westindien;
    6 S, 5 T (diese heiraten u. a. in d. Bremer Familien Ichon, Delius u. v. Gröning);
    N Georg (1801–75), Sup. in O., Siegfried (1828–1913), Papierfabr.

  • Leben

    Es hing wohl mit dem frühen Tode seines Vaters zusammen, daß G. in die kaufmännische Lehre gegeben wurde und diese in einer kleinen Kram- und Gewürzhandlung in Rahden bei Minden ableisten mußte. Nach 3jähriger Lehrzeit ging er 1797 nach Bremen, das damals, in der ersten Blüte seines anhebenden Überseehandels, viele junge Leute anzog. Als Handlungscommis war er hier in der Firma J. F. Uthoff tätig, um dann – bei erster passender Gelegenheit 1800 – nach Übersee zu segeln, nach Sankt Thomas, das, 1767 von den Dänen zum Freihafen erklärt, zu einem Mittelpunkt des Handels in der westindischen Welt geworden war. Die von ihm unter der Firma Gruner & Co. begonnenen Geschäfte brachten guten Gewinn und schufen damit die Grundlage für den Aufbau einer Handlung in Bremen, wohin er 1807 zurückkehrte. Die Schwierigkeiten waren hier zunächst sehr groß, und erst nach Abzug der Franzosen erhielt G. 1814 vom Senat die Erlaubnis, in Bremen „unter obrigkeitlichem Schutz sich aufhalten und nach seinem Gefallen Handlung treiben zu dürfen“, wofür er eine jährliche Anerkenntnis zahlen mußte. 1822 ist das Große Bürgerrecht „mit Handlungsfreiheit“ dazu gekommen: G. baute seine Firma A. W. Gruner nunmehr zu einer „Westindischen Handlung“ aus, unter Ausnutzung der Beziehungen, die er nach Sankt Thomas hatte. Er handelte in der Hauptsache mit Tabak, Kaffee, Zucker, den großen Erzeugnissen der westindischen Inselwelt, aber auch mit Tran über Kopenhagen. Durch Umsicht und Tatkraft wußte er seinem Unternehmen, mit dem eine Reederei von schließlich 7 Schiffen verbunden war, eine angesehene Stellung in Heimat und Übersee zu verschaffen. 1839 traten die beiden älteren Söhne Siegfried und Carl in die Firma ein (A. W. Gruner & Söhne); der jüngere Sohn Theodor übernahm die Vertretung in Sankt Thomas. 1849 zog G. sich aus der Firma zurück. G. war lange Zeit Vorsteher des „Hauses Seefahrt“.

  • Literatur

    Die Feier d. Goldenen Hochzeit (v. A. W. G. u. Frau), 1855;
    F. Peters, Brem. Firmengründungen in d. 1. Hälfte d. 19. Jh., in: Brem. Jb. 36, 1936, S. 331 f.

  • Autor/in

    Friedrich Prüser
  • Empfohlene Zitierweise

    Prüser, Friedrich, "Gruner, August Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 227 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136200354.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA