Lebensdaten
1661 - 1736
Beruf/Funktion
Philosoph
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 103099352 | OGND | VIAF: 66871982
Namensvarianten
  • Horn, Theodor
  • Horn, Theodorus
  • Hornius, Theodor
  • mehr

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Zitierweise

Horn, Theodor, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd103099352.html [12.05.2021].

CC0

  • Leben

    Horn: Theodor H., verdienter Professor der Philosophie, ward geb. am 25. Febr. 1661 in Rappin auf Rügen. am 7. März 1736 zu Greifswald. Von seinem Vater und Hauslehrern vorgebildet, absolvirte er in der Prima des Stralsunder Gymnasiums seine Schulstudien und bezog 1680 die Universität Greifswald, auf welcher er sich Anfangs der Philosophie, sodann der Theologie zuwandte. Vor der Abreise nach Wittenberg, im J. 1683 schrieb und vertheidigte er seine Dissertation: „De justificatione hominis coram deo“. Das philosophische Magister- und Doctordiplom erwarb er auf der sächsischen Hochschule und begann daselbst akademische Vorlesungen zu halten. Als im J. 1690 an der heimischen Landesuniversität die durch Remling's Tod erledigte Professur der Logik und Metaphysik wieder zu besetzen war, blieb sein Bemühen um dieselbe zwar erfolglos, gleichwol siedelte er von Wittenberg nach Greifswald über, um hier seine Lehrthätigkeit fortzusetzen. Zufolge des allgemeinen Beifalls, welchen dieselbe gewann, ward er nach dem Decanatsbuch der Juristen S. 220 und dem Album 3, Fol. 26 im November 1692 außerordentlicher und im März 1699 ordentlicher Professor der Logik und Metaphysik. Er las unter Anderem Pufendorfii introductionem ad historiam, Schraderi tabulas chronologicas, historiam universalem a nato salvatore ad nostra tempora, Sleidani epitomen histaricam, Sperlettii philosophiam, logicam, philosophiam primam sive metaphysicam, historiam, philosophicam. Zugleich ward er Vorsteher der Universitäts-Bibliothek. Unter seinen Schriften verdienen „De Philippi Arabis Augusti fide christiana“ 1693 und „positiones miscellaneae ex philosophia rationali“ namentlich angeführt zu werden. Die Gesammtheit derselben zählt Biederstedt auf. Die|Schrecken des nordischen Krieges ließen auch sein Haus nicht unberührt, doch rettete er aus denselben Familie sowie Bibliothek.

    • Literatur

      Kosegarten, Geschichte der Universität Greifswald, Greifswald 1857, 1. Th. S. 281. — Biederstedt's Nachrichten von dem Leben und den Schriften neuvorpommerisch-rügenscher Gelehrten, Greifswald 1824, 1. Th. S. 85.

  • Autor/in

    Häckermann.
  • Empfohlene Zitierweise

    Häckermann, Adolf, "Horn, Theodor" in: Allgemeine Deutsche Biographie 13 (1881), S. 144-145 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd103099352.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA