Lebensdaten
erwähnt 1415, gestorben 1454 oder 1455
Geburtsort
Rinderfeld bei Creglingen
Beruf/Funktion
Handschriftenschreiber ; Handschriftenhändler ; Stadtschreiber von Nördlingen
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 137663218 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Horn, Konrad
  • Horn, Conrad

Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Horn, Konrad, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137663218.html [16.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    N. N. ( vor 1435), 2 S bekannt.

  • Leben

    H. wurde 1415 Stadtschreiber in Nördlingen. U. a. legte er 1420 ein neues, heute noch erhaltenes Leibgedingbuch, 1422 das Ordnungsbuch und 1423 das Zollbuch an. In städtischen Gesandtschaften nahm er an Reichstagen und schwäbisch Städtetagen teil. Er ist wohl der nicht namentlich genannte Redaktor der in Nördlingen erhaltenen Berichte über Verhandlungen auf solchen Tagen der Jahre 1430 und 1433/34. Durch seine Tätigkeit war er so bekannt geworden, daß sich 1437 König Sigismund – wenn auch vergeblich – beim Rat der Stadt für ihn verwandte, als H. seit 1435 aus nicht ersichtlichen Gründen von diesem in einem Torturm gefangengehalten wurde. Erst 1450 wurde er gegen Urfehde freigelassen. – H. ist einer der wenigen weltlichen Schreiber, die nachweisbar neben ihrer amtlichen Tätigkeit Handschriften durch unter ihrer Aufsicht arbeitende Gehilfen abschreiben ließen oder vielleicht auch selbst abschrieben. Er verkaufte sie dann oder vertauschte sie. So hören wir von den Verkauf der Dekretalen und dem Tausch einer Sachsenspiegelhandschrift gegen Verhandlungen des Rottweiler Hofgerichts zum Abschreiben, aber auch von der Summa Johannis zu dem gleichen Zwecke. Für den Verkauf hat er wohl die für Süddeutschland wichtige Nördlinger Messe benützt.

  • Literatur

    ADB 18, S. 24;
    D. E. Beyschlag, Btrr. z. Kunstgesch. d. Reichsstadt Nördlingen, 3. Stück, 1799, S. 44 ff.;
    W. Wattenbach, Das Schriftwesen im MA, 1871, S. 314 f.;
    RTA XI f.;
    G. Burger, Die südwestdt. Stadtschreiber im MA, 1960;
    G. Wulz, in: Der Daniel, 1970.

  • Autor/in

    Hans Jürgen Rieckenberg
  • Empfohlene Zitierweise

    Rieckenberg, Hans Jürgen, "Horn, Konrad" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 631 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137663218.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA