Lebensdaten
1796 bis 1868
Beruf/Funktion
livländischer Schulmann
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 116962852 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hollander, Albert Waldemar
  • Hollander, Albert Woldemar
  • Hollander, Albert Waldemar

Quellen(nachweise)

Zitierweise

Hollander, Albert Woldemar, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116962852.html [15.12.2018].

CC0

  • Leben

    Hollander: Albert Woldemar H., verdienter livländischer Schulmann, geb. am 10. (22.) September 1796 zu Riga, gest. im März 1868 zu Birkenruhe in Livland. Aus einer Riga'schen Patrizierfamilie geboren, begann er seine Schulstudien am Grauen Kloster zu Berlin, kehrte von dem Eintritt in das Lützow'sche Freicorps seines jugendlichen Alters wegen zurückgewiesen, in seine Heimath zurück, absolvirte das Rigaer Gymnasium und studirte 1815 bis 1819 zu Dorpat, Jena und Berlin Theologie und Philologie. Warmer Anhänger der Burschenschaft und der Schleiermacher'schen Theologie, nahm er am Wartburgfeste Theil, besuchte das Pestalozzi'sche Institut zu Yverdun und begründete nach seiner Rückkehr im J. 1825 zu Birkenruhe in Livland eine große Schul- und Erziehungsanstalt, welche er 43 Jahre lang leitete und zu hoher Blüthe brachte. H. zählte während der 40er und 50er Jahre zu den energischsten und einflußreichsten Vertretern deutsch-protestantischer Bildung und Gesinnung in den baltischen Provinzen Rußlands. um deren Erhaltung er sich große Verdienste erworben hat; als Schulmann und Patriot unter seinen Landsleuten hochangesehen, von der Universität Jena im Jahre 1850 zum Doctor h. c. promovirt, erlag H. 1868 den Folgen einer Erkältung, die er sich bei Rettung einer erfroren gefundenen Bauersfrau zugezogen hatte.

    • Literatur

      Vgl. Eckardt, Baltische und russische Charakterbilder (Leipzig bei Duncker und Humblot, 1874).

  • Autor/in

    Eckardt.
  • Empfohlene Zitierweise

    Eckardt, "Hollander, Albert Woldemar" in: Allgemeine Deutsche Biographie 12 (1880), S. 749 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116962852.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA