Lebensdaten
um 1512 bis 1594
Geburtsort
Augsburg
Sterbeort
Augsburg
Beruf/Funktion
Baumeister
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 129114189 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Holl, Johann
  • Holl, Johannes
  • Holl, Johann

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie
Personen in der GND - familiäre Beziehungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Holl, Johannes, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd129114189.html [15.02.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Sebastian (ca. 1482-ca. 1545), Maurer in A., S d. Maurers Jakob ( 1487) in A.;
    M Veronika N. N. ( 1522);
    1) Augsburg 22.8.1538 Apollonia Reichler ( 1570), 2) ebd. 10.1.1572 Barbara Hohenauer (1537–1607);
    S aus 1) Jonas (1542–1623), Maurer, 1574/76 Mitarbeiter H.s, selbständig tätig 1580/83 am Ilsungschen Landvogtei-Schloß in Ravensburg, 1582 am „mittleren“ Schlößchen in Bobingen b. Schwabmünchen u. 1590 am Fuggerschloß Babenhausen, S aus 2) Elias (s. 1), Esaias (* 1580), seit 1602 Maurermeister, besorgte nach Entwürfen d. Elias 1602 d. Aufführung d. Wallfahrtskirche Klosterlechfeld u. 1603/04 d. Friedhofkirche St. Michael in Augsburg, tätig auch an Schloß Haunstein b. Dillingen.

  • Leben

    H. hat die genealogischen Daten seiner Familie (ab 1539) und seine umfangreiche Bautätigkeit in einer „Hauschronik“ verzeichnet. Aus der Berufsausübung mindestens zweier Generationen wachsend, fand er seine Auftraggeber im Patriziat und Bürgertum Augsburgs: Wohn- und Geschäftsbauten, auch einige Landschlößchen. Besonders pflegte er Wölbungen und Arkadengänge, im Sinn der italienischen Renaissance, aber auf eigenständige Art. Erhalten ist die am nächsten an italienische Vorstellungen herankommende gewölbte Säulenhalle des Anwesens Philippine-Welser-Straße 28 (1578) und der Außenbau der Klosterkirche Sankt-Maria-Stern (1573–75); ihr 1574 datierter Turm ist mit Terrakottagliedern ausgestaltet, die Bekrönung gibt den ersten reinen Typus der dann von Augsburg aus verbreiteten „Zwiebelkuppel“.

  • Literatur

    z. Gesamtfam.: ADB XII;
    Die Hauschronik d. Fam. H., hrsg. v. Ch. Meyer, 1910;
    - J. Baum, Die Bauwerke d. E. H., 1908;
    R. Pfister, Die Augsburger Rathausmodelle d. E. H., in: Münchner Jb. d. bildenden Kunst NF XII, 1937;
    I. Albrecht, E. H., ebd.;
    N. Lieb, in: Kat. d. Ausstellung „E. H. u. s. Zeit“, 1946;
    ders., in: Lb. a. d. Bayer. Schwaben II, 1953, S. 246-68 (P);
    ders., Augusta 955-1955, 1955, S. 229 ff.;
    „Rettet d. Augsburger Zeughaus, Notruf d. Augsburger Aktion“, 1967;
    E. v. Knorre, Kat. d. Ausstellung „Augsburger Barock“, Augsburg, 1968, S. 25 ff., 198 f. (zu Elias Holl d. J.);
    ThB. -
    Eigene Archivstud.

  • Autor/in

    Norbert Lieb
  • Empfohlene Zitierweise

    Lieb, Norbert, "Holl, Johannes" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 532 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd129114189.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA