Lebensdaten
1810 – 1881
Geburtsort
Mannheim
Sterbeort
Ludwigshafen
Beruf/Funktion
Bauunternehmer ; Bürgermeister von Ludwigshafen ; Unternehmer ; Bürgermeister
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 137598688 | OGND | VIAF: 81769369
Namensvarianten
  • Hoffmann, Joseph
  • Hoffmann, Josef

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Zitierweise

Hoffmann, Joseph, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137598688.html [26.05.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Franz Xaver (1776–1845), Maurer;
    M Margarethe Kohlschmitt (1784–1826);
    Mannheim 1834 Margarethe (1809–83), T d. Georg Grohe u. d. Juliana Lacomte;
    4 S, 6 T, u. a. Wendelin (1845–91), Baumeister u. Bgm. in L.

  • Biographie

    H. arbeitete zunächst als Steinhauer und Maurer in Mannheim. 1843 gründete er eine eigene Baufirma in Ludwigshafen, die einen raschen Aufschwung nahm. In Ludwigshafen errichtete er mehr als 100 private und zahlreiche öffentliche Bauten, darunter Kirchen, Schulen, Banken, Eisenbahngebäude, Lagerhäuser sowie städtische Projekte. Vor allem war H. auch der erste Baumeister der großen Ludwigshafener Chemiefirmen BASF, Giulini und Benckiser. Weiter baute er für die Firmen Knoll, Sulzer (Halberg), Grünzweig & Hartmann, Raschig und Wöllnerwerke. Seit 1875 bestand eine Zweigstelle in Mannheim, wo H. ebenfalls zahlreiche Bauten ausführte, die das Gesicht der Stadt prägten, darunter den Wasserturm, die Börse und den Rosengarten. H.s Firma wurde von seinen Söhnen, die 1873 als Teilhaber eintraten, und seinen Enkeln fortgeführt. Als Großunternehmen mit Filialen in Freiburg/Br. und Halle/Saale war sie spezialisiert auf große Industriebauten (Leuna-Werk bei Merseburg), Kuppelbauten, Eisenbahnbrücken, Hochbehälter und Wassertürme. 1913 wurde sie in eine GmbH und 1922 in eine AG umgewandelt. Nach dem 2. Weltkrieg am Wiederaufbau der Ludwigshafener Chemiewerke beteiligt, bestand sie bis 1958.

    H., der 1853-58 dem ersten Gemeinderat und 1863-68 dem Stadtrat angehört hatte, wurde 1868 zum Bürgermeister von Ludwigshafen gewählt und bekleidete dieses Amt bis 1872. In seine Amtszeit fällt die Verlegung der pfälzischen Handels- und Gewerbekammer von Kaiserslautern nach Ludwigshafen, mit dessen Aufstieg zur industriellen Metropole sein persönliches und unternehmerisches Schicksal eng verbunden war und dessen erster Geschichtsschreiber er wurde.

  • Werke

    Kurze Gesch. d. Handelsplatzes Ludwigshafen v. ihrer frühesten Erinnerung b. z. J. 1868, hrsg. v. H. Jung, 1967 (P, urspr. Serie v. 14 Artikeln im „Ludwigshafener Anz. 1868).

  • Literatur

    J. Esselborn, Gesch. d. Stadt Ludwigshafen am Rhein, 2 Bde., 1887;
    W. Küstner, in: Heimatbll. f. Ludwigshafen am Rh. u. Umgebung, 1913, Nr. 24 u. 25;
    1843-1928, J. H. & Söhne AG, 1928 (auch f. Fam.);
    W. Siebler, Joseph u. Wendel H. -
    zwei Baumeister, in: Ludwigshafen u. s. ehrenamtl. Bgm. 1853–96, hrsg. v. K. Oberdorffer, 1964, S. 27 ff. (P).

  • Autor/in

    Siegfried Fauck
  • Zitierweise

    Fauck, Siegfried, "Hoffmann, Joseph" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 429 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137598688.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA