Lebensdaten
1838 bis 1904
Geburtsort
Kanitz (Mähren)
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Landwirt ; Publizist ; Verleger
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 142270563 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kanitz, H. von (Pseudonym)
  • Hitschmann, Hugo
  • Kanitz, H. von (Pseudonym)
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Zitierweise

Hitschmann, Hugo, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd142270563.html [23.05.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus mähr. Landwirtefam.;
    V Wilhelm, Zentralbuchhalter d. Fürsten v. Dietrichstein;
    M Franziska Truchseß;
    Schloß Saar/Mähren 1864 Amalie (1837-n. 1904), T d. Glasfabr. Ignaz Hafenbrädl u. d. Barbara Weber;
    3 S, 3 T, u. a. Robert (1867–1927), Hugo (* 1878), beide führten d. Verlag fort.

  • Leben

    H. studierte, der Familientradition entsprechend, an der Höheren Landwirtschaftlichen Lehranstalt in Ungarisch Altenburg und wurde dort 1862-64 Lehramtsassessor. Vorher und nachher war er mehrere Jahre in der landwirtschaftlichen Praxis tätig. 1866 trat er in den Dienst der seit 1807 bestehenden hochangesehenen Landwirtschaftsgesellschaft in Wien und übernahm die Redaktion der 1851 von ihr gegründeten „Allgemeinen Land- und Forstwirtschaftlichen Zeitung“, deren Titel in „Wiener Landwirtschaftliche Zeitung“ umgewandelt wurde. 1868 gründete die Gesellschaft zusätzlich die Zeitung „Der praktische Landwirt“ und übergab beide Zeitungen 1869 H. in Eigenverlag. Damit begann er den Aufbau eines bedeutenden landwirtschaftlichen Fachverlages. Zu den beiden übernommenen Fachblättern gründete er noch unter anderem: 1878 den „Oekonom“, 1883 die „Österreichische Forst- und Jagdzeitung“ und

    1884 die „Allgemeine Weinzeitung“. Er erweiterte den Zeitschriftenverlag durch einen Buchverlag, dessen originelle Schöpfung das Jahrbuch „Vademecum für den Landwirt“ wurde (1. Auflage 1879). Aufgrund seiner Stellung als Inhaber und geistiger Motor des größten landwirtschaftlichen Fachverlages im damaligen Österreich wurde seine Mitarbeit im landwirtschaftlichen Organisationswesen gesucht. So wurde er unter anderem zum Mitbegründer des Clubs der Landwirte (1875–1938, wieder seit 1948). Als Initiator des modernen land- und forstwirtschaftlichen Verlagswesens in Österreich nimmt H. eine ähnliche Stellung ein wie gleichzeitig im Deutschen Reich im Norden Paul Parey, im Süden Eugen Ulmer. Das Ende der Monarchie 1918 war jedoch ein schwerer Schlag für das Unternehmen, dem es nur schwer gelang, seinen in Österreich-Ungarn erreichten Rang auch in den sogenannten Nachfolgestaaten zu behaupten.

  • Literatur

    Wiener Landwirtsch. Ztg. v. 20., 23. u. 27.4.1904;
    C. Junker, Das Haus Gerold in Wien 1775-1925, 1955, S. 55 ff.;
    H. Kallbrunner, Der Väter Saat, Die österr. Landwirtsch.-Ges. v. 1807-1938, 1963, S. 49, 59, 68;
    K. Putlitz u. L. Mayer, Landwirtsch. Lex. 3, 1912;
    ÖBL.

  • Autor/in

    Heinz Haushofer
  • Empfohlene Zitierweise

    Haushofer, Heinz, "Hitschmann, Hugo" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 266 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd142270563.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA