Lebensdaten
1830 – 1916
Geburtsort
Bischofsburg (Ostpreußen)
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Wirtschaftspolitiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 119514672 | OGND | VIAF: 13119686
Namensvarianten
  • Bueck, Henry Axel
  • Bueck, Henry
  • Bueck, Henry Axel
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Zitierweise

Bueck, Henry, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119514672.html [27.04.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Johann Axel, Arzt (1823 immatrikuliert Königsberg als „Fogelsang Suedus“);
    M Adelaide Aug. Marichaux;
    T Marie ( Wilhelm Hirsch, 1861–1918, Handelskammersyndikus, Parlamentarier).

  • Biographie

    Nach Erwerb der mittleren Schulreife und kurzer landwirtschaftlicher Ausbildung betätigte sich B. 12 Jahre lang als Inspektor und Gutsverwalter. 1860 erstand er ein kleines Bauerngut, das er in eine Musterwirtschaft verwandelte und allmählich auf 400 Morgen abrundete. Schon damals zeigte er für allgemeinpolitische und volkswirtschaftliche Fragen besonderes Verständnis und lenkte durch Wort und Schrift die Aufmerksamkeit weiterer Kreise auf sich. Das hatte seine Berufung zum nebenamtlichen Generalsekretär des Landwirtschaftlichen Zentralvereins für den litauischen und masurischen Landesteil zur Folge, eine halbamtliche, vom Staat besoldete Stellung. Auf der Berliner Landwirtschaftstagung von 1867 sprang B. für einen erkrankten Redner ein, und Konrad Bertelsmann war von seiner Persönlichkeit so beeindruckt, daß er ihn 1871 bei der Gründung des Vereins zur Wahrung der gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen in Rheinland und Westfalen (Langnamverein) für diesen als Geschäftsführer zu gewinnen suchte. Im Sommer 1873 kam B. nach Düsseldorf. Kurz darauf übernahm er auch die Geschäftsführung der inzwischen gegründeten Nordwestlichen Gruppe des Vereins deutscher Eisen- und Stahl-Industrieller, und 1882 trat er in die Schriftleitung von „Stahl und Eisen“ ein, nachdem diese Zeitschrift des Vereins deutscher Eisenhüttenleute auch Organ der Nordwestlichen Gruppe geworden war. - Sein Wissen und Können, seine Entschlußkraft, sein Selbstvertrauen und seine geistige Bereitschaft fanden überall in Kürze allgemeine Würdigung und ließen ihn immer mehr in den Vordergrund treten. An den Kämpfen um den Schutzzoll war er maßgeblich beteiligt, wie überhaupt in allen wirtschaftspolitischen|Fragen seine Stimme schwer in die Waagschale fiel. So ist es verständlich, daß man ihm Gelegenheit gab, seine Kräfte auf einem erweiterten Arbeitsfeld zu erproben: 1887 ging er nach Berlin zum Zentralverband deutscher Industrieller und wirkte hier mit größtem Erfolg.

  • Werke

    Der Zentralverband dt. Industrieller v. 1876-1901, in: Verhh., Mitt. u. Berr. d. v. ihm geführten Verbände, 1902/05.

  • Literatur

    W. Beumer, 25 J. Tätigkeit d. Ver. z. Wahrung …, 1896;
    Stahl u. Eisen 30, 1910, S. 2143–45, 36, 1916, S. 693-95 (P);
    P. Steller, Führende Männer d. Rhein.-Westfäl. Wirtschaftslebens, 1930, S. 72 f.;
    J. Winschuh, Der Ver. mit d. langen Namen, 1932, S. 57-64 (P);
    75 J. Ver. dt. Eisenhüttenleute, 1935, S. 1321;
    Schweighoffer, in: DBJ I, S. 187-90 (u. Totenliste 1916, L).

  • Autor/in

    Hugo Racine
  • Zitierweise

    Racine, Hugo, "Bueck, Henry" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 723-724 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119514672.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA