Lebensdaten
1799 bis 1881
Geburtsort
Stuttgart
Sterbeort
Stuttgart
Beruf/Funktion
Tiermediziner
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116735937 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hering, Eduard
  • Hering, Eduard von
  • Hering, Eduard

Objekt/Werk(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Hering, Eduard von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116735937.html [15.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Christoph Ulrich Häring ( 1806), Handelsmann, S d. Seifensiederobermeisters Christoph Frdr.;
    M Marie Dor., T d. Stiftskastenbedienten Joh. Frdr. Lieb u. d. Rosine Barbara Haueisen;
    Eglishofen/Schweiz 1828 Marie Elisabeth (1803–77), T d. Dr. med. Andreas Billeter u. d. Katharine Huber;
    1 S, 1 T.

  • Leben

    H. trat 1822, ein Jahr nach der Gründung, als Lehrer für Anatomie, Physiologie und Arzneimittellehre in die Tierarzneischule Stuttgart ein. Er hatte sich 1819-20 an der Universität Tübingen in Pharmazie, Naturwissenschaften, Anatomie und Physiologie sowie im Privatunterricht bei J. D. Hofacker in Tierheilkunde ausgebildet, dann 1821-22 die Tierarzneischulen in Wien, München und Kopenhagen besucht und auf der Durchreise auch die Schulen von Dresden und Berlin kennengelernt. Den Sommer 1826 verbrachte er in Alfort und Paris, besonders empfohlen an Cuvier. 1824-31 unterrichtete er nebenamtlich an der landwirtschaftlichen Lehranstalt in Hohenheim. 1828-58 leitete er auch die Klinik und die von ihm errichtete ambulatorische Rinderklinik der Tierarzneischule Stuttgart. 1838 trat er als Mitbegründer und erster Vorstand des Tierärztlichen Landesvereins von Württemberg hervor, übernahm 1858 die Stelle eines Referenten im Kriegsministerium und wurde 1862 zum Obermedizinalrat und Vorstand der Tierarzneischule (bis 1869) ernannt.

    H. war einer der ersten, die einer wissenschaftlichen Tierheilkunde die Bahn öffneten. Er war veterinärwissenschaftlich ganz außergewöhnlich vielseitig und produktiv, schrieb in zahlreichen Zeitschriften, verfaßte jahrelang Jahresberichte über die Fortschritte der Tierheilkunde und Klinikberichte und veröffentlichte außerdem eine Reihe selbständiger Werke, von denen das Handbuch der tierärztlichen Operationslehre als das gediegenste und vollständigste Werk der Zeit angesehen wurde. Mit John Gamgee organisierte er den 1. Welttierärztekongreß 1863 in Hamburg|

  • Auszeichnungen

    Dr. med. h. c. (Tübingen).

  • Werke

    u. a. Physiol. mit steter Berücksichtigung d. Pathol. f. Tierärzte, 1832;
    Spezielle Pathol. u. Therapie f. Tierärzte, 1842, 31858 (schwed. Übers.);
    Die tierärztl. Arzneimittel, 1847, 21855, 31870 (bearb. v. C. F. B. Weiß);
    Hdb. d. tierärztl. Operationslehre, 1857, 31879, fortges. v. E. Vogel 4-61885-97 (russ. Übers.);
    Biograph.-literar. Lex. d. Tierärzte aller Zeiten u. Länder, 1863 (mit G. W. Schrader;
    S. 192-94: Biogr. H.s, P).

  • Literatur

    Archiv f. wiss. u. prakt. Tierheilkde. 7, 1881, S. 401-04;
    V. Stang u. D. Wirth, Tierheilkde. u. Tierzucht V. 1928, S. 219;
    R. Reinhardt, Die Gesch. d. ehem. Tierärztl. Hochschule zu Stuttgart, 1953.

  • Autor/in

    Joachim Boessneck
  • Empfohlene Zitierweise

    Boessneck, Joachim, "Hering, Eduard von" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 617 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116735937.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA