Lebensdaten
gestorben 1442
Beruf/Funktion
Landeshauptmann zu Adelsberg und am Karst
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 135906873 | OGND | VIAF: 80343488
Namensvarianten
  • Herberstein, Andrä von
  • Herberstein, Andreas von
  • Herberstein, Andrä von
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Zitierweise

Herberstein, Andreas von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135906873.html [20.09.2020].

CC0

  • Leben

    Herberstein: Andreas (Andrä) von H., der Bruder Georgs und Sohn Ott's von H., Ahnherr der Andreanischen oder Marnfelser, jüngern Hauptlinie des Geschlechtes. Nach den Aufzeichnungen seines Enkels, Sigmunds von H., des berühmten Diplomaten und Rußlandfahrers in dem werthvollen „Familienbuche“ seines Geschlechtes, theilten die Brüder Georg und Andrä das väterliche Erbe im J. 1427, so zwar, daß jener zu seinem Sitze das Stammschloß Herbeistein, dieser das zu Mainfels im damaligen österreichischen „Isterreich“ (Istrien) erwählte. A. erweiterte hier um ein Namhaftes seinen Güterbesitz, ebenso erwarb er Herrschaftsgut in Krain, um Laibach, in Steiermark, bei Unzmarkt und im Kärntnerlande um Gutenstein. 1428 vermählt mit Ursula von Teuffenbach und|Vater von zwei Söhnen und drei Töchtern geworden, hob er das Ansehen seines Hauses durch die Gunst, welche er bei Kaiser Friedrich III. (IV.) genoß. Dieser ernannte ihn zum Hauptmann zu Adelsberg (in Krain) und „am Karst“. Sein letzter Wille datirt vom J. 1441, doch starb er jedenfalls viel später; er liegt in der Pfarrkirche zu Graz bestattet. Vormund der Kinder wurde der überlebende Bruder, Georg (II.). Er führte traditionell den Beinamen „der Glückliche“.

    • Literatur

      Die betreffende allg. geneal. Lit. ü. d. Herbersteiner b. Wurzbach, biogr. Lex. 8. Bd. Wißgrill, Schauplatz des niederöstr. Adels IV. Bd. S. 252. Die maßgebendste Quelle über Andreas, das „Familienbuch“ Sigmunds v. Herberstein nach dem Orig. h. v. Zahn. Wien 1868. 39. Bd. des Arch. s. K. oe. G. (u. i. Sep.-A.). Vgl. auch Kumar: Gesch. d. Burg u. d. Fam. Herberstein (1817), insbes. 2. Bd. (Wißgrill nennt Andreas irrthümlich den Stifter der „älteren“ Hauptlinie.)

  • Autor/in

    Krones.
  • Empfohlene Zitierweise

    Krones, Franz von, "Herberstein, Andreas von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 12 (1880), S. 31-32 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135906873.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA