Lebensdaten
1876 bis 1950
Geburtsort
Gaaden bei Wien
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
österreichischer Landwirtschaftsminister
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 127516395 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hennet, Maria Leopold Albrecht Freiherr von
  • Hennet, Leopold Freiherr von
  • Hennet, Maria Leopold Albrecht Freiherr von
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Zitierweise

Hennet, Leopold Freiherr von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd127516395.html [21.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Lothar (1832–1902), k. u. k. Oberst, Flügeladjutant d. Erzhzg. Albrecht, S d. Leopold (1799–1892), k. u. k. WGR u. Oberlandesgerichtspräs. in Graz u. Prag (s. Wurzbach VIII), u. d. Karoline Freiin Zeßner v. Spitzenberg;
    M Franziska (1843–98), T d. Großgrundbes. Franz Frhr. Korb v. Weidenheim u. d. Emilie Korb v. Weidenheim;
    Urur-Gvv Joh. Marcell (1733–1814), Gubernialrat, Komponist (s. Wurzbach VIII);
    Om Carl Frhr. Korb v. Weidenheim (1836–81), 1879/80 österr. Handelsmin. (s. ÖBL);
    - Tellnitz b. Aussig 1900 Marie (1881–1945), T d. Franz Gf. v. Ledebur-Wicheln u. d. Leopoldine Gfn. v. Thun u. Hohenstein; Ov d. Ehefrau Joh. Gf. v. Ledebur-Wicheln (1842–1903), österr. Ackerbaumin.;
    3 S, 1 T.

  • Leben

    H. ging in Kalksburg, Wien und Prag zur Schule, diente anschließend im Husarenregiment Nummer 7 und studierte in Wien und Prag die Rechte (Promotion 1900). In den folgenden Jahren arbeitete er als Landwirt, trat zugleich auch in den entsprechenden Berufs- und Standesorganisationen hervor. 1907 wurde er in das Ackerbauministerium als Fachberichterstatter für die Schweiz, Frankreich sowie Großbritannien aufgenommen und 1912 zum Konsulenten für die technischen und kommerziellen Angelegenheiten ernannt. 1914 wurde er dem Militärattaché an der Gesandtschaft in Bern zugeteilt. 1917 kehrte er in das Ackerbauministerium zurück und übernahm die handelspolitische Abteilung. Beim Zusammenbruch der Monarchie führte er als Legationsrat die Verhandlungen mit Vertretern der Entente über die Lieferung von Lebensmitteln. 1919 nahm ei erneut im nunmehrigen Staatsamt für Land- und Forstwirtschaft seinen Dienst auf. 1921 wurde H. Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft; bei der am 27.1.1922 durchgeführten Rekonstruktion des Kabinettes Schober betraute dieser ihn außerdem mit der Leitung des Bundesministeriums für Äußeres. Nach seiner Demission am 31.5.1922 wirkte er als 1. Sektionschef weiterhin im Landwirtschaftsministerium, bis er 1932 Gesandter in Budapest wurde. Hier blieb er bis zu seiner Beurlaubung 1936 und machte sich um die Beziehungen beider Staaten zueinander in bewegter Zeit außerordentlich verdient. Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Bundesdienst war er als Präsident der Gartenbaugesellschaft und der Österreich-Ungarisch Gesellschaft erfolgreich tätig.

  • Werke

    Die landwirtsch. Berufsgenossenschaften, 1910 (mit M. Ertl);
    Aktuelle agrarpol. Fragen in d. Schweizs, Frankreich u. Großbritannien u. deren Nutzanwendung auf unsere Verhältnisse, 1913;
    Österreichs Land- u. Forstwirtsch., 1927 (Hrsg.);
    Das internat. Landwirtsch.inst, in Rom, 1931. - Zahlr. Fachart. u. hist. Aufsätze.

  • Literatur

    Archiv f. publizist. Arb. v. 26.3.1936;
    Wiener Ztg., 1950, Nr. 74, S. 3;
    Die geistige Elite Österreichs, 1936;
    100 J. Landwirtsch.min., 1967, S. 95 f. (P). - Eigene Archivstud.

  • Portraits

    Ölgem. v. A. Wolf-Rothenhan (Wien, Bundesmin. f. Land- u. Forstwirtsch.);
    Phot. (ebd., Nat.-bibl.).

  • Autor/in

    Walter G. Wieser
  • Empfohlene Zitierweise

    Wieser, Walter G., "Hennet, Leopold Freiherr von" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 543 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd127516395.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA