Lebensdaten
1880 bis 1957
Geburtsort
Wien
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
österreichischer Wirtschaftspolitiker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 119485907 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Heinl, Eduard

Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Heinl, Eduard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119485907.html [18.06.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Josef ( 1888), Dienstmann u. Hausbesorger in W.;
    M Cäcilia Gruber;
    Wien 1908 Stefanie Hüttl;
    1 S, 1 T, u. a. Paul (* 1913), Schriftsteller.

  • Leben

    Nach der Matura (1898) zunächst Beamter beim Wiener Magistrat, schloß sich H. der christlich-sozialen Partei an, wo er von A. Geßmann protegiert wurde. Seine Bildung vertiefte er durch den Besuch nationalökonomischer Vorlesungen an der Universität Wien. Seit 1910 leitete er den von ihm organisierten Gewerbeförderungsdienst des niederösterreichischen Landesausschusses. Er regte während des 1. Weltkrieges auch die Schaffung eines Zentralverbandes gewerblicher Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften an, um die Kleingewerbetreibenden für Kriegslieferungen konkurrenzfähig zu machen. 1919 zum Direktor des Gewerbeförderungsinstitutes der Handelskammer ernannt, wurde er gleichzeitig in die konstituierende Nationalversammlung gewählt; später gehörte er auch dem Nationalrat an. In der 1. Republik verwaltete er das Handelsressort 1920-21 und 1930-32. H. war ein überzeugter Anhänger der parlamentarischen Demokratie und zog sich daher 1933 aus dem politischen Leben zurück. Die nationalsozialistische Herrschaft entfernte ihn 1938 auch aus allen rein wirtschaftlichen Positionen. Nach der Niederlage war er vom 27.4.-20.12.1945 Staatssekretär für Industrie, Gewerbe, Handel und Verkehr, dann Präsident der Bundeskammer der gewerblichen Wirtschaft und 1946-48 Bundesminister für Handel und Wiederaufbau. Er sorgte für die Rückkehr Österreichs in die Weltwirtschaft und für eine Intensivierung vor allem der Baustoffproduktion. Nach seiner Demission wurde er Präsident des Creditanstalt-Bankvereins. – H.s Leben war besonders dem österreichischen Gewerbe gewidmet. Neben der Organisation des Gewerbeförderungsdienstes zählen die Schöpfung (1921) und Entwicklung der Wiener Messe sowie der Aufbau des österreichischen Rundfunks zu seinen bleibenden Verdiensten.

  • Werke

    Die Probleme d. Fremdenverkehrs, in: Österreichs Fremdenverkehr, 1946, S. 7-18;
    Probleme u. zukünftige Gestaltung d. österr. Handelspol., 1946;
    Über ein halbes Jh., Zeit u. Wirtsch., 1948 (P).

  • Literatur

    W. G. Wieser, Die österr. Handels- u. Arbeitsminister, in: 100 J. im Dienste d. Wirtsch. I, 1961, S. 367-488;
    Das Jb. d. Wiener Ges., 1929;
    Die geistige Elite Österreichs, 1936. - Eigene Archivstudien.

  • Portraits

    Zeichnung v. Rob. Fuchs, 1935;
    Heliogravure d. Staatl. Graph. Lehr- und Versuchsanstalt, Wien;
    Phot. (alle Nat.bibl., Wien)

  • Autor/in

    Walter G. Wieser
  • Empfohlene Zitierweise

    Wieser, Walter G., "Heinl, Eduard" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 306 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119485907.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA