Lebensdaten
1802 bis 1858
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Halberstadt
Beruf/Funktion
Maler
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 124173543 | OGND | VIAF: 59837553
Namensvarianten
  • Hasenpflug, George Carl Adolph
  • Hasenpflug, Karl Georg Adolf
  • Hasenpflug, Adolph
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Orte

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Zitierweise

Hasenpflug, Adolph, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd124173543.html [10.04.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Anton (1760–1832), Schuhmachermeister, S d. Schuhmachermeisters Joh. Balthasar in Schmalkalden u. d. Elisabetha Haußmann;
    M Charl. Justine Sophie ( 1825), T d. Tischlermeisters Joh. Simon Eben in Königsberg/Neumark.

  • Leben

    Seine berufliche Laufbahn begann H. als Schuhmacherlehrling bei seinem Vater, wechselte aber, als man seine künstlerische Begabung entdeckt hatte, zur Theaterdekorationsmalerei über; sein Lehrer wurde Carl Gropius. Der Weg von hier zur Architekturmalerei ergab sich für ihn fast zwangsläufig. König Friedrich Wilhelm III. ermöglichte dem jungen Künstler den Besuch der Berliner Akademie und bedachte ihn, als H. in einem gewissen Selbständigkeitsdrange diese verlassen hatte, mit größeren Aufträgen. Zu seiner Weiterbildung unternahm H. Studienreisen in Deutschland, kehrte danach aber wieder nach Berlin zurück. Neben Gemälden vom Gendarmenmarkt und von dem von Schinkel umgebauten Dom am Lustgarten schuf er weitere mit den Domen von Brandenburg, Erfurt und Magdeburg. Der Auftrag für ein Bild vom Innern des Halberstädter Domes bowog ihn, 1828 nach Halberstadt überzusiedeln, wo er bis zu seinem Tode ansässig blieb. 1832-36 arbeitete er an dem großen Gemälde des bereits vollendet gedachten Kölner Domes (Köln, Stadtmuseum). Die durch den Einfluß der Düsseldorfer Malerfreunde gesteigerte Hinwendung zur mittelalterlichen Baukunst wurde seit etwa 1840 ausschlaggebend für sein Schaffen. Seine häufigsten Motive waren fortan Kloster- und Burgruinen oder Kirchhöfe. Bildtitel wie „Verfallene Kapelle“ oder „Klosterruine in Winterabendbeleuchtung“ bezeichnen den Wandel von der zuerst in Berlin geübten realistisch-nüchternen Architekturmalerei zu religiös gefärbter romantischer Verklärung des Mittelalters. Diese freien Kompositionen fanden auch im Ausland großen Anklang.

  • Werke

    in vielen Museen (u. a. Berlin, Nat.gal. [West], Märk. Mus. u. in Privatbes.).

  • Literatur

    ADB X;
    ThB (L).

  • Autor/in

    Irmgard Wirth
  • Empfohlene Zitierweise

    Wirth, Irmgard, "Hasenpflug, Adolph" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 35 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd124173543.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Hasenpflug: Karl Georg Adolf H., geb. in Berlin am 23. Sept. 1802, gest. den 13. April 1858 zu Halberstadt, Architekturmaler. Sohn eines armen Schuhmachers, mußte er früh dem Vater zur Hand gehen, um für den Erwerb der Familie beizusteuern. Sein Talent zur Malerei erregte die Aufmerksamkeit des Arztes, durch dessen Vermittelung der Decorationsmaler Karl Gropius den Schuhmacherlehrling in sein Atelier und sogar ganz in sein Haus nahm. Die Gnade Friedrich Wilhelms III. ermöglichte ihm einige Jahre später den Besuch der Berliner Kunstakademie, doch verließ er dies Institut bald wieder, um sich selbständig weiter zu bilden. Die Begeisterung für mittelalterliche Baukunst, damals in ihrer Blüthe, wurde auch für Hasenpflug's Leben und Schaffen entscheidend. Von der Romantik der dortigen Bauten angezogen, siedelte er 1830 nach Halberstadt über. 1835 entstand sein Gemälde „Der Kölner Dom nach der Vollendung“, zu dem er in Köln selbst die Studien machte. Der schneereiche Winter von 1837/38 öffnete ihm das Verständniß für den malerischen Reiz halb im Schnee begrabener Architekturen und seine nunmehr entstehenden derartigen Bilder fanden im Publikum lebhaften Anklang. — H. war in seiner Zeit der beliebteste Architekturmaler Norddeutschlands, die Bauten Halberstadt's und des alten Sachsen- und Thüringerlandes hat er in zahlreichen vielfach im Privatbesitz und in öffentlichen Gallerien zerstreuten Gemälden immer mit neuer Lust geschildert. Viele besitzen die königlich preußischen Schlösser.

  • Autor/in

    Dohme.
  • Empfohlene Zitierweise

    Dohme, Robert, "Hasenpflug, Adolph" in: Allgemeine Deutsche Biographie 10 (1879), S. 740 unter Hasenpflug, Karl Georg Adolf [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd124173543.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA