Dates of Life
1719 bis 1781
Occupation
Chemiefabrikant ; Chemiker
Religious Denomination
evangelische Familie
Authority Data
GND: 137367279 | OGND | VIAF
Alternate Names
  • Gravenhorst, Johann Heinrich

Relations

Outbound Links from this Person

Personen in der GND - familiäre Beziehungen

Inbound Links to this Person

The links to other persons were taken from the printed Index of NDB and ADB and additionally extracted by computational analysis and identification. The articles are linked in full-text version where possible. Otherwise the digital image is linked instead.

Places

Map Icons
Marker Geburtsort Place of birth
Marker Wirkungsort Place of activity
Marker Sterbeort Place of death
Marker Begräbnisort Place of interment

Localized places could be overlay each other depending on the zoo m level. In this case the shadow of the symbol is darker and the individual place symbols will fold up by clicking upon. A click on an individual place symbol opens a popup providing a link to search for other references to this place in the database.

Citation

Gravenhorst, Johann Heinrich, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137367279.html [19.08.2019].

CC0

  • Life

    Gravenhorst: Johann Heinrich G., Chemiker, geb. am 20. October 1719 zu Braunschweig, am 14. April 1781 ebenda. Er widmete sich dem Handelsstande und war längere Zeit Kaufmannsdiener in Celle, fühlte sich aber|in diesem Berufe nicht befriedigt, da ihm keine Aussicht auf selbständige Existenz offen stand. Daher übernahm er eine Bierbrauerei, gab aber auch diese wieder auf und machte nun Reisen, auf welchen er mannigfaltige Kenntnisse und Erfahrungen sammelte. Zurückgekehrt, errichtete er in Gemeinschaft mit seinem jüngeren Bruder Christoph Julius G. (geb. 1731 und am 17. Januar 1794 in Braunschweig), 1759 eine bald berühmt gewordene chemische Fabrik zu Braunschweig, in welcher neben dem Hauptprodukte Salmiak auch Glaubersalz, Alaun und die von den Brüdern erfundene grüne Maler- und Anstreichfarbe „Braunschweiger Grün“ (ein basisches Chlorkupfer) verfertigt wurde. Nach Ableben des älteren wurde dieses Unternehmen von dem jüngeren Bruder bis an dessen Tod fortbetrieben. Um das Publicum auf die Erzeugnisse der Fabrik aufmerksam zu machen und dieselben zu empfehlen, veröffentlichten die Brüder von 1769—78 eine Reihe kleiner Schriften, welche mehr dem kaufmännischen, als dem wissenschaftlichen Standpunkte angehören. Nichts desto weniger ist dem Paare ein ehrendes Andenken in der Geschichte der technischen Chemie zu widmen: ihre Salmiakfabrik ist die erste in Deutschland gewesen, und das Braunschweiger Grün gewann nicht nur Ruf, sondern wurde auch an anderen Orten erfolgreich verfertigt und gab später den Anstoß zur Erfindung anderer grüner Metallfarben, die eine große Rolle zu spielen bestimmt waren.

  • Author

    Karmarsch.
  • Citation

    Karmarsch, Karl, "Gravenhorst, Johann Heinrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 9 (1879), S. 615-616 [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137367279.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA