• Leben

    Beckher: Daniel B., Arzt, den 13. Decbr. 1594 in Danzig geb., habilitirte sich 1623 als Docent der Physik und Chemie an der Universität in Königsberg, wurde 1638 zum Prof. ord. der Medicin daselbst ernannt und verblieb in dieser Stellung bis zu seinem am 14. Oct. 1655 erfolgten Tode. — B. war Anhänger der spagirischen Heilkunde (vgl. Paracelsus), übrigens von Mystik und Aberglauben befangen; von seinen litterarischen Leistungen (vgl. das Verzeichniß derselben bei Haller, Bibl. pract. II. 509, und Bibl. anat. I. 353) verdient nur die ausführliche Besprechung des berühmten Falles von Gastrotomie bei einem Individuum, das ein Messerheft verschluckt hatte (De cultivoro Prussiano observatio et curatio. Regiom. 1636. 4. — andere jedoch weniger ausführliche Berichte hierüber sind von Loth und Hemsing erschienen), genannt zu werden. B. ist nicht mit seinem Sohne (1627 geb., 1670 gest.) und seinem Enkel (1658 geb., 1691 gest.) zu|verwechseln, die beide den Vornamen Daniel führten und ebenfalls als Professoren der Heilkunde an der Universität in Königsberg fungieren.

  • Autor/in

    A. Hirsch.
  • Empfohlene Zitierweise

    Hirsch, August, "Beckher, Daniel" in: Allgemeine Deutsche Biographie 2 (1875), S. 236-237 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116106174.html#adbcontent

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