Lebensdaten
1816 bis 1897
Geburtsort
Düben
Sterbeort
Neuruppin
Beruf/Funktion
Apotheker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 119193078 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hager, Hans Hermann Julius
  • Hager, Hermann
  • Hager, Hans Hermann Julius
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Quellen(nachweise)

Objekt/Werk(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Hager, Hermann, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119193078.html [18.07.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Johannes, Militärarzt;
    M N. N.;
    Auguste ( 1897), T d. Gg. Bauer in Lissa u. d. Auguste Wittmars;
    1 S, 1 T.

  • Leben

    Nach der Ausbildung als Apotheker in Salzwedel, der üblichen Wanderzeit als Gehilfe und dem Militärdienst bestand H. 1841 in Berlin – ohne studiert zu haben – die Staatsprüfung. 1843 kaufte er die Apotheke in Fraustadt, die er bis 1859 führte. Danach zog er nach Berlin und erwarb 1871 eine alte Pulvermühle bei Fürstenberg/Oder, um ungestörter arbeiten zu können, siedelte aber 10 Jahre später nach Frankfurt/Oder über. Schlechte wirtschaftliche Verhältnisse und Krankheit zwangen ihn 1896, zu seinem Sohn nach Neuruppin zu ziehen.

    H. war einer der fruchtbarsten Schriftsteller der Pharmazie. In erschöpfender Weise hat er die pharmazeutische Rezeptur und die Arzneimitteluntersuchung behandelt, hat Pharmakopöen kommentiert und Lehrbücher verfaßt. Sein „Manuale Pharmaceuticum“ (2 Bände, 1859, 41873) und das „Handbuch der pharmazeutischen Praxis“ (1875) begründeten seinen Weltruf. Ergebnisse jahrelangen fleißigen Sammelns der Literatur und eigenen Experimentierens, sind diese Werke eines einzelnen von einer nicht wieder erreichten Vollkommenheit. Es gelang H. die Auffindung von neuen, oft eigenartigen Prüfungsmethoden besonders in der noch jungen Lebensmittelchemie; zahlreiche Apparate für pharmazeutischen und analytischen Gebrauch wurden von ihm konstruiert oder verbessert. H. verfaßte – neben anderen Übersetzungen – den amtlichen lateinischen Text zur Pharmacopoea Germanica I. 1859 gründete er die Zeitschrift „Pharmaceutische Centralhalle“, die eine weite Verbreitung bei den Apothekern fand. Zur Bekämpfung des Geheimmittelunwesens gab er zusammen mit E. Jacobsen bis 1894 die „Industrieblätter“ heraus.|

  • Auszeichnungen

    Dr. h. c. (Jena).

  • Werke

    Weitere W u. a. Hdb. d. pharmazeut. Receptirkunst, 1850, 21862 u. d. T. Technik d. pharm. Receptur;
    Die neuesten Pharmakopöen Nord-Dtld.s, 1854 f.;
    Anleitung z. Fabrikation künstl. Mineralwässer, 1860;
    Medicamenta homoeopathica et isopathica omnia, ad id tempus a medicis aut examinata aut usu recepta, ebd. 1861;
    Lat.-dt. Wb. zu d. neuesten u. auch älteren Pharmakopöen, dem Manuale pharmac. Hageri u. anderen pharmac. u. botan. Schrr., ebd. 1863;
    Erster Unterricht d. Pharmaceuten, 1868;
    Unterss., Ein Hdb. d. Unters., Prüfung u. Werthbestimmung aller Handelswaaren etc., 2 Bde., 1870/74;
    Übers. d. Dt. Arzneibuches ins Lateinische, 1872.

  • Literatur

    A. Schneider, in: Pharmazeut. Centralhalle 38, 1897, S. 70 f. (P);
    W. Zimmermann, in: Süddt. Apothekerztg. 81, 1941, S. 39-41 (P);
    Pogg. IV;
    Ferchl.

  • Autor/in

    Günther Kerstein
  • Empfohlene Zitierweise

    Kerstein, Günther, "Hager, Hermann" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 490 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119193078.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA