Lebensdaten
1752 bis 1826
Geburtsort
Hachtel bei Rothenburg/Tauber
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Weingroßhändler
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 124358551 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Habel, Johann Simon

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Habel, Johann Simon, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd124358551.html [21.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Bartholomäus (1723–1801);
    M Anna Eva N. N. (1728–84);
    B Joh. Georg (1763–1811), Mitgründer d. Fa.;
    1) Cath. Margaretha Kroh ( 1789), 2) Berlin 1789 Maria Magd. ( 1814), T d. Kaufm. Joh. Franz Steinrück in Straßburg/Elsaß;
    3 S, 2 T aus 1), u. a. Joh. Simon Heinr. (1782–1829), Weinhändler, 1 S, 1 T aus 2);
    E Heinrich (1809–66);
    Ur-E Heinr. Simon Carl (1837–87);
    Urur-E Wilh. Simon Heinr. (1873–1945, s. Rhdb., P), alle 3 Inh. d. Fa.

  • Leben

    Zu den Gaststätten Berlins, deren Namen über die Grenzen der Stadt hinaus in weiten Teilen Deutschlands bekannt geworden sind, gehört auch die Weingroßhandlung der Gebrüder Habel. – H., der das Lokal 1779 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Georg gründete, war gelernter Bierbrauer, kam als junger Küferknecht nach Berlin und diente hier 42 Jahre lang im königlichen Kellereibetrieb, seit 1797 als Kellermeister. Er erwarb das als Sitz des Unternehmens bekannte Grundstück Unter den Linden 30. Sein Sachverstand als königlicher Kellermeister und die kaufmännischen Gaben seines Bruders führten zu einem raschen Aufschwung des Hauses. Sechs Generationen der Familie Habel gaben dem Lokal durch wiederholte Umbauten und Erweiterungen seine bekannte schlichte Vornehmheit. Das Unternehmen entwickelte sich zu einem Anziehungspunkt nicht nur für die heimische Gesellschaft, sondern auch für zahlreiche Besucher der deutschen Hauptstadt. Der Aufstieg beruhte nicht nur auf der Auswahl und Pflege der Kellereibestände, sondern obensosehr darauf, daß die Wirteohne in Exklusivität zu verfallen – ihrem Hause den Charakter jener Intimität zu verleihen verstanden, die auf Militärs, Parlamentarier, führende Köpfe der Verwaltung, Kunst, Wissenschaft und Kaufmannschaft besondere Anziehungskraft ausübte. Mit der Geschichte des Hauses Habel ist daher manche historische und kulturgeschichtliche Reminiszenz verbunden. Heute besteht das Unternehmen in Westberlin weiter fort.

  • Literatur

    1779-1929, 150 J. Gebr. Habel, bearb. v. B. Krieger, 1929 (P).

  • Autor/in

    Walther Döring
  • Empfohlene Zitierweise

    Döring, Walther, "Habel, Johann Simon" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 385 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd124358551.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA