Lebensdaten
1796 bis 1866
Geburtsort
Erfurt
Sterbeort
Erfurt
Beruf/Funktion
Samenzüchter ; Gärtner
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 135985463 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Haage, Friedrich Adolph Martin
  • Haage, Friedrich Adolph
  • Haage, Friedrich Adolph Martin
  • mehr

Quellen(nachweise)

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Haage, Friedrich Adolph, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135985463.html [18.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Nikolaus (1766–1814), Gärtner in E., S d. Heinrich (1737–1803), Gärtner in E., u. d. Gärtners-T Regine Magd. Engelhart;
    M Kath. Barbara (um 1775–1807 [?]), T d. Postpackmeisters Joh. Carl Friedemann Nehrlich;
    Ov Franz Anton, Joachim, beide Gärtner in E.;
    1825 Henr. Wilhelmine (1801–59), T d. Akzisedir. Wilh. Frdr. Heinr. Gnüge (1760–1838) in E. u. d. Juliane Henr. van der Meegen;
    3 S, 6 T.

  • Leben

    H. lernte 1811-14 bei dem Hofgärtner Johann Heinrich Seidel im Orangeriegarten in Dresden. Anschließend arbeitete er in der Gärtnerei seines Onkels Franz Anton Haage, dessen Teilhaber er einige Jahre war. 1822 machte er sich selbständig. Neben der Anzucht von Gemüse-, vor allem aber hochwertigen Blumensamen entwickelte er als einer der ersten die moderne Ziergärtnerei, die Handelsgärtnerei und den Samenhandel im großen Maße über Deutschland hinaus. Er war einer der wenigen Züchter Deutschlands, die sich mit der Kultur von Orchideen, Kakteen und Sukkulenten befaßten und hervorragende Erfolge im In- und Ausland erzielten. Seine Zuchten müssen einen besonderen Ruf genossen haben, da sie auch unter anderem von den Brüdern Humboldt und Goethe besichtigt wurden. Die alten Zuchtstämme sind zum Teil in der heute noch bestehenden Firma vorhanden, die als „Kakteen-Haage“ auf dem Weltmarkt einen guten Ruf hat. – Haages vorbildliche Betriebstechnik und Geschäftsführung übte aber auch einen nachhaltigen Einfluß auf spätere Gärtnergenerationen aus. Eine größere Zahl nachmaliger Gründer von großen gärtnerischen Handelsunternehmen erhielt ihre gärtnerische und kaufmännische Ausbildung in seinem Betrieb.

  • Literatur

    Th. Rümpler, Erfurts Land- u. Gartenbau, 1865;
    O. Rollert, 125 J. Fa. F. A. H. jun. Erfurt, 1947 (P).

  • Portraits

    v. Chr. Unger, 1846.

  • Autor/in

    Fritz Wiegand
  • Empfohlene Zitierweise

    Wiegand, Fritz, "Haage, Friedrich Adolph" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 368 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135985463.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA