Lebensdaten
1842 bis 1901
Geburtsort
Sklavohory (Insel Tinos, Griechenland)
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Maler
Konfession
griechisch-orthodox
Normdaten
GND: 118719661 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gysis, Nikolaus
  • Gysis, N.
  • Gysis, Nicolas
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Zitierweise

Gysis, Nikolaus, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118719661.html [19.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Georgios, Zimmermann auf T.;
    M Margeritha Luvaris; Athen 1877 Artemis (1854–1929), T d. Nikolaos Nasos (1810–86), Dir. d. Nat.bank in Athen.

  • Leben

    Nach vorbereitenden Studien am Polytechnikum in Athen (1854–61) ging G., ausgezeichnet mit einem Auslandsreisestipendium, auf den Rat des ihm befreundeten Piloty-Schülers N. Lytras nach München, wo er im Herbst 1865 in die Akademie eintrat und Schüler von H. Anschütz und Alexander Wagner wurde, bis ihn Piloty 1868 in sein Meisteratelier aufnahm, das G. mit finanzieller Unterstützung seines späteren Schwiegervaters Nasos bis März 1871 besuchte. 1872 ging er nach Athen, bereiste 1873 mit Lytras Kleinasien und kehrte 1874 nach München zurück. Seine Heimat besuchte er nochmals 1877 (Heirat) und 1895 zusammen mit Ludwig von Löfftz. Studienreisen führten ihn nach Paris, Italien und mit Defregger nach Tirol. Seit 1882 war G. Lehrer an der Münchener Akademie (Leiter einer Naturklasse), seit 1888 Professor ebenda. – Zunächst stand er noch unter dem Einfluß der Piloty-Schule und seiner Ateliergenossen Defregger und Kurzbauer. Erst seine Reise nach Athen und Kleinasien (1872/74) wurde für sein weiteres Schaffen bestimmend. Ungemein reizvolle Schilderungen aus dem orientalischen, namentlich aber griechischen Volksleben sowie die besten seiner meist kleinformatigen Stilleben und einige Porträts kennzeichnen die 70er und 80er Jahre. Das letzte Lebensjahrzehnt ist von religiös gebundenen und einigen wenigen idealistisch-monumentalen Bildaufgaben erfüllt. Das Wertvollste aber an seinem Oeuvre sind seine Zeichnungen und Farbskizzen zu den ausgeführten Ölbildern. – Durch die Verbindung zeichnerischer Sicherheit und verfeinerter Malkultur mit einem idealistischen, fast poetischen Grundzug seines Wesens ist G. nicht nur einer der eigenwilligsten und besten Münchener Genremaler geworden, sondern zugleich auch der bedeutendste griechische Maler seiner Zeit.

  • Werke

    W u. a. Siegesfeier, 1871;
    Gerupftes Huhn, 1882;
    Frühlingssymphonie (München, Bayer. Staatsgem.slgg.);
    monumentale Fresken im Kunstgewerbe-Mus. Kaiserslautern, 1880, u. im Gewerbemus. Nürnberg, 1899, sowie in d. Museen v. Baltimore, Darmstadt, Dresden, Genf, Melbourne, München (Städt. Gal.), New York, Nürnberg, Riga, Wien. - Briefe hrsg. v. G. Drosine u.|L. G. Koromela, Athen 1953 (griech., 78 Abb.). - Künstler. Nachlaß: Athen, Nat.-Pinakothek.

  • Literatur

    F. Pecht, Gesch. d. Münchener Kunst im 19. Jh., 1888, S. 259 f.;
    Die Kunst III, 1901, S. 242;
    H. Uhde-Bernays, Die Münchener Malerei im 19. Jh. II (1850–1900), 1922, S. 88, 92, 93 (Abb.), 156;
    F. Wolter, Das gesellige Leben d. Münchener Künstler, in: Das Bayerland 39, 1928, S. 316 ff.;
    Bildniskarikaturen aus d. Piloty-Schule um 1865 (darunter 4 Abb. v. N. G.), ebd., S. 318 f.;
    G. J. Wolf, 60 J. Münchener Künstlergenossenschaft, ebd., S. 303 ff., Abb. S. 307;
    H. Karlinger, München u. d. dt. Kunst d. 19. Jh., 1933, S. 162, 164, Abb. 77;
    ThB (L). - Kollektivausstellung: Kunstsalon Krause, München 1905.

  • Portraits

    Gem. v. F. Defregger, 1876 (München, Städt. Gal.), Abb. in: H. Hammer, Franz v. Defregger, 1940;
    Büste v. W. v. Rümann, um 1898.

  • Autor/in

    Max Freiherr von Wangenheim
  • Empfohlene Zitierweise

    Wangenheim, Max Freiherr von, "Gysis, Nikolaus" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 364-365 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118719661.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA